Testspiel in Dortmund

Löws Notelf verblüfft und bricht ein: 2:2 gegen Argentinien

Die DFB-Elf kam gegen Argentinien nicht über ein 2:2 hinaus. Foto: Federico Gambarini/dpa FOTO: Federico Gambarini

Dortmund. Joachim Löw verzog keine Miene und klatschte halbherzig mit seinem Trainerteam ab, seine aus der Not geborene Bubi-Elf machte sich gequält zur Ehrenrunde auf.

Zwar hat die nach dem Ausfall von 15 Nationalspielern völlig neuformierte DFB-Elf beim 2:2 (2:0) im Prestigeduell mit Argentinien lange Zeit mit überfallartigem Konterfußball verblüfft - am Ende vor lediglich 45.197 Zuschauern in Dortmund aber Lehrgeld bezahlt.

„Grundsätzlich ärgert es einen immer, wenn man 2:0 führt und dann 2:2 spielt“, sagte Löw bei RTL. „Man muss aber ein bisschen Nachsehen haben“ mit seinen vielen jungen Spielern. Diese hätten in der ersten Halbzeit „sehr mutig und beherzt nach vorne gespielt und viele gute Aktionen gehabt“, sagte Löw. „In der zweiten Halbzeit war Argentinien stark. Wir haben ein paar Ballverluste gehabt und sind ins Schwimmen gekommen.“ Eine Führung zu verspielen, sei „leider schon öfter“ passiert, sagte der als Kapitän aufgelaufene Münchner Joshua Kimmich.

Der Treffer des immer gefährlichen Bayern-Angreifers Serge Gnabry (15. Minute), der in seinem elften Länderspiel zum zehnten Mal traf, und das erste DFB-Tor des Leverkuseners Kai Havertz (22.) reichten nicht für die junge Mannschaft von Löw, der die Freiburger Neulinge Robin Koch und Luca Waldschmidt in der Startelf aufgeboten hatte. Die eingewechselten Lucas Alario (66.) und Lucas Ocampos (85.) sorgten für den Ausgleich. Nach der grundsätzlich dennoch überzeugenden Vorstellung kann die DFB-Auswahl mit viel Energie nach Tallinn zum EM-Qualifikationsspiel beim punktlosen Tabellenletzten Estland am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) reisen.

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