EM-Qualifikation

Löw warnt in Tallinn: „Kein Selbstläufer“ - Gündogan beginnt

Gegen Estland lässt Joachim Löw Manuel Neuer und Ilkay Gündogan von Anfang an spielen. Foto: Federico Gambarini/dpa FOTO: Federico Gambarini

Tallinn. Eine kleine Warnung an seine locker und lässig auftretende neue Spielergeneration um Torgarant Serge Gnabry hatte der Bundestrainer in Tallinn doch noch parat.

„Das wird ein Spiel, das über Konzentration und Seriosität gewonnen werden muss. Das ist kein Selbstläufer“, erklärte der Bundestrainer einen Tag vor der EM-Qualifikationspartie am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) beim krassen Außenseiter Estland: „Wir dürfen uns in der Gruppe überhaupt keine Punktverluste mehr leisten.“ Löw hat aber auch nach dem rund 1500 Kilometer langen Flug von Dortmund nach Tallinn keine Anzeichen dafür erkannt, dass sein Team nur mit halber Kraft agieren könnte.

Bei der Rückreise nach Deutschland am Montag will der 59-Jährige die drei Punkte im Gepäck haben, um in den dann noch zwei anstehenden EM-Qualifikationspartien gegen Weißrussland und Nordirland im November mindestens den zweiten Platz und damit das Direktticket zur paneuropäischen Endrunde fix machen zu können. Derzeit haben in der Gruppe C die Niederlande, Deutschland und die Nordiren jeweils zwölf Punkte. Platz eins kann das Löw-Team durch den verlorenen direkten Vergleich mit den Holländern nicht mehr aus eigener Kraft erreichen.

In der kleinen A. Le Coq Arena - Namensgeber ist eine estnische Brauerei - wird im Mittelfeld Ilkay Gündogan nach Verletzungspause in die Startelf rücken, wie Löw am Samstag in der estnischen Hauptstadt ankündigte: „Ilkay wird von Anfang an spielen.“ Auch der Dortmunder Marco Reus, der beim jüngsten 2:2 im Test gegen Argentinien gefehlt hatte, soll nach überwundenen Kniebeschwerden auflaufen. Für die endgültige Besetzung der Offensive wollte Löw noch letzte „Eindrücke“ beim Abschlusstraining sammeln. Einsatzfähig ist wieder der Leipziger Timo Werner nach einer Grippe - und damit eine Option im Angriff.

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