EM-Qualifikation

Löw setzt auf volle Offensivkraft in Estland

Bundestrainer Joachim Löw will gegen Estland Tempofußball sehen. F. Foto: Federico Gambarini/dpa FOTO: Federico Gambarini

Tallinn. Gemütlich wird es für die deutschen Fußballstars am Abend in Tallinn nicht. Windig, regnerisch und frisch soll es sein, wenn Manuel Neuer die Nationalmannschaft um 21.45 Uhr Ortszeit (20.45 Uhr MESZ/RTL) als Kapitän auf den Rasen der kleinen, aber feinen A. Le Coq Arena führen wird.

Rein sportlich soll es dennoch ein recht entspannter Fußballabend in der EM-Qualifikation werden. „Ich erwarte von uns eine hochkonzentrierte Vorstellung“, sagte Neuer zur Aufgabe gegen den krassen Außenseiter Estland.

Neuers Erfolgsformel lautet: „Gute Raumaufteilung“ plus „schnelles Passspiel“ plus „bewegliche Akteure in der Offensive“, um so auf dem schnellsten Weg zum Abschluss und zu Toren zu kommen. Auch Löw will hohes Tempo und Handlungsschnelligkeit auf dem Rasen sehen. Als Richtmaß gilt das flotte Angriffsspiel der ersten Spielhälfte beim 2:2 gegen Argentinien. Da habe die Ballbesitzzeit bei „0,97 Sekunden“ gelegen, verriet Löw begeistert in Tallinn. Tempofußball will der Bundestrainer auch gegen tief verteidigende Esten sehen.

AUSGANGSLAGE: Nach dem 8:0 im Hinspiel sollte es für das DFB-Team allenfalls um die Höhe des nächsten Sieges auf dem Weg zur EM 2020 gehen. In der Gruppe C liegt Deutschland im Kampf um zwei direkte EM-Tickets mit zwölf Punkten gleichauf mit den Niederlanden und Nordirland. „Es ist ein Spiel, dass über Konzentration und Seriosität gewonnen werden muss. Wir dürfen uns in der Gruppe keine Punktverluste mehr leisten“, äußerte Löw in der Hauptstadt Estlands.

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