Nach Süle-Verletzung

Löw in Zugzwang: Hummels-Rufe werden lauter

Die Rufe nach dem Dortmunder Mats Hummels (r) werden lauter. Foto: Guido Kirchner/dpa FOTO: Guido Kirchner

Dortmund. Der Druck auf Fußball-Bundestrainer Joachim Löw wächst. Das nun von Uli Hoeneß vorausgesagte Saison- und EM-Aus für Bayern-Abwehrchef Niklas Süle nach dessen Kreuzbandriss lässt für die meisten Experten nur einen Schluss zu:

Der bei Borussia Dortmund aktuell sportlich überragende Mats Hummels muss für das Nahziel EM 2020 zurück ins Nationalteam. „Eigentlich gibt es keine Alternative zu Mats Hummels“, sagte Ex-Nationalspieler Thomas Helmer bei „Sky90“.

Der frühere Champions-League-Sieger und heutige Sky-Experte Dietmar Hamann pflichtete vehement bei: „Er war der beste Innenverteidiger und ist es immer noch. Für mich steht es außer Diskussion, dass Hummels nächstes Jahr für uns spielen muss.“ Auch Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus erneuerte unter dem Eindruck von Süles schwerer Verletzung beim 2:2 des FC Bayern in Augsburg seine Forderung nach einem Umdenken bei Löw. Ob dieser sich von der öffentlichen Meinung treiben lässt, darf aber bezweifelt werden.

„Es gibt aktuell keine Veranlassung, den Mats zu nominieren“, hatte Löw trotz großer Personalnot erst vor rund zwei Wochen vor den Spielen gegen Argentinien und in Estland über den BVB-Abwehrchef gesagt. Der Bundestrainer hatte das damalige Bayern-Trio Hummels (30), Jérôme Boateng (31) und Thomas Müller (30) im März aus dem Nationalteam ausgemustert und den personellen Umbruch forciert.

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