Neuer Vorstandsvorsitzender

Hitzlsperger wird zum starken Mann beim VfB Stuttgart

Wird beim VfB Stuttgart Vorstandsvorsitzender: Thomas Hitzlsperger. Foto: Tom Weller/dpa FOTO: Tom Weller

Stuttgart. In 40 Monaten hat es Thomas Hitzlsperger beim VfB Stuttgart ziemlich weit gebracht. Die Entscheidung für ihn als künftigen Vorstandsvorsitzenden des Zweitligisten ist gefallen.

Anfang Juni 2016 kehrte der ehemalige Kapitän mit einer Jobbeschreibung zu seinem Ex-Club zurück, die zu lang war für Visitenkarten. Vom „Beauftragten des Vorstandes in der Schnittstelle zwischen der Vereinsführung und dem Lizenzspielerbereich“ zum Vorstandsboss in etwas mehr als drei Jahren: Eine steile Karriere für den 37-Jährigen, der am 15. Oktober offiziell das neue Amt übernimmt - und für VfB-Ehrenpräsident Erwin Staudt „eine völlig richtige Entscheidung“.

Denn Staudt hatte sich in den vergangenen Wochen stets öffentlich dagegen ausgesprochen, einen externen Mann an die Spitze des Gremiums zu setzen. Andere Kandidaten wie Jürgen Klinsmann (der von sich aus absagte), den ehemaligen Präsidenten des FC Basel, Bernhard Heusler, oder Fortuna Düsseldorfs Ex-Vorstandschef Robert Schäfer sah er kritisch. Der Aufsichtsrat teilte diese Einschätzung nun offensichtlich und erklärte in Person des Vorsitzenden Bernd Gaiser, Hitzlsperger habe sich als „die eindeutig beste Wahl für den Vorstandsvorsitz herauskristallisiert“.

Auch Hitzlsperger scheint froh darüber, dass der Vorstand aus ihm, Stefan Heim (Finanzen) und Jochen Röttgermann (Marketing) nicht um eine zusätzliche Person erweitert wird, und er seine Vorstellungen als Verantwortlicher für die Ressorts Sport, Unternehmensstrategie und Kommunikation umsetzen kann. „Der VfB braucht keinen Neustart auf allen Ebenen, sondern muss sich noch mehr auf seine Stärken besinnen und an manchen Stellen mehr Schwung aufnehmen“, sagte der ehemalige Nationalspieler, der mit den Schwaben 2007 deutscher Meister geworden war.

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