Twins „nicht frustriert“

Frühes Aus für Baseball-Profi Kepler in den Playoffs

Schied mit den Minnesota Twins in den MLB-Playoffs gegen die Yankees aus: Max Kepler. Foto: Frank Franklin Ii/AP/dpa FOTO: Frank Franklin Ii

Minneapolis. Max Kepler und die Minnesota Twins hatten bereits kleine Hoffnungen auf den Titel, doch plötzlich ist die Saison für Deutschlands einzigen Baseball-Star frühzeitig vorbei.

Das hoch gehandelte Team aus Minneapolis mit dem 26-Jährigen verlor auch das dritte Spiel der Playoff-Erstrundenserie der nordamerikanischen MLB gegen die New York Yankees. Das 1:5 besiegelte das so nicht erwartete Aus, die Twins unterlagen im Modus Best-of-Five 0:3. Der gebürtige Berliner Kepler blieb am Ende einer für ihn insgesamt trotzdem starken Saison ohne zählbaren Erfolg.

„Ich bin nicht frustriert, sondern sehr glücklich und stolz auf das, was wir durchgemacht haben in dieser Saison. Unser Jungs sollten den Kopf oben behalten“, sagte Twins-Manager Rocco Baldelli. Warum seine Mannschaft aber zum sechsten Mal seit 2003 gegen den Angstgegner und Rekordmeister aus New York ausschied, konnte der 38-Jährige kurz nach der Pleite noch nicht wirklich schlüssig erklären. „Wir wurden in den letzten drei Tagen geschlagen, das passiert manchmal“, sagte Baldelli, sprach aber bilanzierend von einer „echt tollen Saison“.

In den vergangenen Monaten hat sich Kepler in der Major League Baseball weiter etabliert, ein ganz wichtiger Baustein für die Zukunft der Twins ist er ohnehin. Mit einem Gehalt von umgerechnet mehr als 30 Millionen Euro für fünf Jahre gehört er längst zu den am besten bezahlten deutschen Sportlern in den USA. In seinem Heimatland ist Minnesotas erster Schlagmann, der sich immer mehr zu einem der besten Spieler der Liga entwickelt, jedoch praktisch unbekannt. Nur ein Sieg in den Endspielen der World Series - am besten als prägende Figur - könnte das in Zukunft wohl noch ändern.

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