Ironman-WM

Frodeno und Haug siegen auf Hawaii - Drama um Lange

Gewann zum dirtten Mal auf Hawaii: Jan Frodeno. Foto: Marco Garcia/AP/dpa FOTO: Marco Garcia

Kailua-Kona. Weit nach Mitternacht standen Jan Frodeno und Anne Haug wieder auf der Ziellinie, hielten sich mit Fans, Helfern und Konkurrenten an den Händen und sangen ergriffen das Hawaii-Lied.

Nach ihrem historischen ersten deutschen Doppelerfolg bei der Ironman-Weltmeisterschaft kosteten sie auch mit den letzten Finishern der unerbittlichen 3,6 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen jede Sekunde eines denkwürdigen Tages aus, der für Landsmann Patrick Lange auf einem wenig malerischen Parkplatz am Rande der Radstrecke brutal und früh zu Ende gegangen war. Der 33 Jahre alte Titelverteidiger musste aussteigen.

Nach Fieber in der kurzen Nacht vor dem Rennen gab er vor dem Donnerschlag in der Bucht von Kailua-Kona um 6.25 Uhr noch Entwarnung. Nach einer guten Stunde auf dem Rad klagte er aber über Schwindelanfälle. Lange sei schwarz vor Augen gewesen, berichtete sein Manager Jan Sibbersen. Dabei hatte sich auch Frodeno auf das Duell mit dem Titelverteidiger schon so gefreut, es geht auch um die deutsche Ironman-Vormacht.

„Ich war ein bisschen frustriert, als ich gehört hab, dass Patrick ausgestiegen ist“, kommentierte Frodeno nach dem Rennen: „Ich hatte ihn dann nur noch virtuell als Gegner.“ Zur Strafe nahm der 38 Jahre alte gebürtige Kölner Lange auch noch den Streckenrekord ab.

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