Corona-Krise

DFB-Generalsekretär: 50 Millionen Euro Verlust drohen

DFB-Präsident Fritz Keller (r) und Generalsekretär Friedrich Curtius kommen zur Mitgliederversammlung der DFL. Foto: Arne Dedert/dpa/POOL/dpa FOTO: Arne Dedert

Frankfurt/Main. Der Deutsche Fußball-Bund rechnet durch die Corona-Krise mit massiven finanziellen Einbußen.

„In einem Worst-Case-Szenario wird uns Corona für das Wirtschaftsjahr 2020 einen Verlust von 50 Millionen Euro bringen“, sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius in einem am Montag veröffentlichten Telefon-Interview des Magazins „Sponsors“.

Dem weltgrößten Sportverband drohe dank langfristiger Verträge mit Sponsoren aber keine Insolvenzgefahr. Zudem habe man einige Maßnahmen ergriffen, um den drohenden Minusbetrag reduzieren zu können. Dazu gehört unter anderem die Einsparung von Personalkosten. „Die DFB-Mitarbeiter haben sofort signalisiert, dass sie ihren Beitrag leisten wollen. Genau wie unsere Spitzenverdiener Jogi Löw und Oliver Bierhoff“, so Curtius. Bundestrainer Löw und der für die Nationalmannschaften und die Akademie zuständige DFB-Direktor Bierhoff hatten in der Vorwoche angekündigt, auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten.

Trotz der drohenden Millionen-Einbußen dürfen die 21 Landesverbände auf Soforthilfen durch den DFB bauen. „Wir werden alle Zahlungen nach Bedarf sofort ausschütten, um die Liquidität zu sichern“, versprach Curtius. Jährlich schüttet der DFB insgesamt zwölf Millionen Euro an die Landesverbände aus.

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