Heimweltcup in Oberhof

Deutsche Biathletinnen im Tief - Warten auf Dahlmeier

In Oberhof im Einsatz: Franziska Preuß. Foto: Martin Schutt FOTO: Martin Schutt

Oberhof. Laura Dahlmeier hier, Laura Dahlmeier da - dabei fehlt die Doppel-Olympiasieger beim Biathlon-Weltcup in Oberhof.

Wird die Abwesenheit der siebenmaligen Weltmeisterin etwa zur Belastung für ihre Teamkolleginnen, müssen die deutschen Skijägerinnen deshalb so oft in die Strafrunde? „Nein, nein“, antwortet Franziska Preuß, dabei ist die D-Frage in jenem Moment noch gar nicht fertig gestellt. „Uns nervt es eher, dass das Thema kein Ende nimmt. Biathlon ist eine Einzelsportart. Ob jetzt Laura mit im Starterfeld steht oder nicht, das beeinflusst unser Rennen gar nicht.“

Denise Herrmann, die genau wie Preuß schon gezeigt hat, dass sie im Weltcup vorne mitmischen kann, sieht es ähnlich: „Wir können es ja auch nicht ändern, ob sie startet oder nicht startet.“ Biathlon-Ikone Ole Einar Björndalen sagt: „Das stört die anderen Mädchen sicher nicht. Gemeinsam mit einem Star in der Mannschaft ist es normalerweise sehr gut. Dann ist es leichter für die anderen Athleten, super Resultate zu bringen.“ Der Rekord-Olympiasieger und Weltmeister aus Norwegen hat seine einmalige Karriere beendet.

Im Umkehrschluss könnte das auch bedeuten: Wenn der Star nicht da ist, wird es schwer. Auf jeden Fall läuft es beim Frauenteam nicht wie gewünscht. Nach dem Trainerwechsel von Gerald Hönig zum jungen Gespann Kristian Mehringer und Florian Steirer (beide 37) bleiben die Top-Ergebnisse aus. Auch, weil nicht nur Dahlmeier sondern auch die Staffel-Weltmeisterinnen Vanessa Hinz, Maren Hammerschmidt und Franziska Hildebrand fehlen oder noch nicht richtig fit sind.

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