Trainer-Duell

Dauerdruck für Kovac - Jobgarantie für Nagelsmann

Am Samstag trifft Niko Kovac (l) mit dem FC Bayern auf Julian Nagelsmann und RB Leipzig. Foto: Lino Mirgeler FOTO: Lino Mirgeler

Leipzig. Das Lächeln von Julian Nagelsmann ist bei Überraschungen gegen den FC Bayern immer besonders schelmisch. Das gelang ihm schon in der Jugend als Spieler vom TSV 1860 München.

Als jüngster Cheftrainer in der Bundesliga besiegte er dann mit der TSG Hoffenheim in der Saison 2016/2017 den Rekordmeister mit 1:0. In der Saison darauf legte er ein 2:0 nach. „Ich habe eine gute Bilanz gegen Bayern. Ich hoffe, dass wir die am Samstag ausbauen können. Dann mit einem anderen Club, aber mit demselben Trainer“, sagte Nagelsmann der „Sport Bild“.

Der 32 Jahre alte Nachfolger von Ralf Rangnick, der auch schon als ein künftiger Kandidat für den Trainerposten in München gehandelt wurde, kann das insgesamt neunte Duell von RB Leipzig gegen den Double-Gewinner als Tabellenführer mit zwei Zählern Vorsprung entspannt angehen. Er hat in Sachsen quasi eine Jobgarantie. „Er muss nicht nervös werden, wenn es mal die eine oder andere Niederlage gibt. Wir wissen, dass das eine neue Zeitrechnung ist und sich Dinge verändern und es dafür eine gewisse Eingewöhnung braucht“, meinte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff vor dem Saisonstart.

Anders sind die Vorzeichen bei Niko Kovac, der in seinem ersten Bayern-Jahr eher durch ein Stahlbad gegangen ist. Gerade in den entscheidenden Wochen vor dem Pokalfinale im Mai gegen Leipzig (3:0) hatte er in der Endphase der Meisterschaft öffentliche Rückendeckung der Führungsriege vermisst. Anders als der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge war aber Präsident Uli Hoeneß der große Unterstützer von Kovac im Verein.

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