NFL

Coronavirus erschwert Bradys Neustart bei den Buccaneers

Spricht nicht über die Gründe seines Abschieds von den New England Patriots: Quarterback Tom Brady. Foto: David J. Phillip/AP/dpa FOTO: David J. Phillip

Tampa. Ein Quarterback im American Football muss sein Team besser kennen als jeder andere - für Tom Brady sind die Bedingungen daher erst mal schlecht. Der Superstar ist zwar der erfolgreichste Profi der NFL, nur: Wann er erstmals mit den Buccaneers trainieren kann, ist offen.

In diesen Zeiten verkommt sogar die Vorstellung des besten Quarterbacks in der NFL-Geschichte zu einer banalen Telefonkonferenz.

US-Sportjournalisten aus Los Angeles, aus Boston oder Tampa erlebten Tom Bradys ersten offiziellen Auftritt als Angestellter der Tampa Bay Buccaneers am 24. März nicht als großen Moment im Blitzlichtgewitter mit typisch amerikanischer Inszenierung, sondern an ihren Schreibtischen. Sie bekamen kein Winken, kein Lächeln, kein Foto im neuen Trikot - nur die Stimme des Mannes, der aus einer Mannschaft ohne Playoff-Spiel in zwölf Jahren nun einen Super-Bowl-Kandidaten machen soll.

Dabei sind gerade die Folgen der Coronavirus-Pandemie für den Quarterback-Superstar eine zusätzliche Herausforderung bei seinem neuen Arbeitgeber. Die NFL hat den Teams verboten ihre Einrichtungen zu nutzen, trainiert werden kann derzeit nur in den heimischen Fitnessstudios. Teambesprechungen, Treffen mit Kollegen: Alles erst mal nicht möglich. Wann und wie er seine Mitspieler bei den Buccaneers kennenlernen kann und wie das Training in den kommenden Monaten vor dem Start in die neue NFL-Saison ablaufen wird, ist auch für ihn völlig unklar.

top