Faktencheck

Champions-League-Spiel schuld an Corona-Krise in Italien?

Das Stadion in Mailand war beim Champions-League-Spiel Atalanta Bergamo gegen den FC Valencia ausverkauft. Foto: Antonio Calanni/AP/dpa FOTO: Antonio Calanni

Rom. Zehntausende Fans liegen sich nach einem historischen Sieg ihres Clubs in den Armen. Das Champions-League-Match zwischen Atalanta Bergamo und Valencia gilt als der Brandbeschleuniger bei der Ausbreitung des Coronavirus im norditalienischen Bergamo. Stimmt es?

Ein Fußballspiel mit Zehntausenden Fans dicht an dicht im Stadion, unzählige Menschen verfolgen die Begegnung in vollen Bars: Das klingt nach der perfekten Mischung für die Verbreitung des hochansteckenden Coronavirus Sars-CoV-2.

BEHAUPTUNG: Ein Champions-League-Match zwischen Bergamo und Valencia ist schuld an der massiven Verbreitung des Coronavirus in der besonders betroffenen Region Bergamo. Von einer „biologischen Bombe“ und dem „Spiel Null“ in Anspielung auf den „Patient Null“ - also den ersten erkannten Erkrankten - ist die Rede.

BEWERTUNG: Als einzige Erklärung für den extremen Covid-19-Ausbruch in der Provinz Bergamo taugt die Partie nicht. Aber sie hat die Verbreitung nach Expertenmeinung beschleunigt.

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