Nach dem achten Spieltag

Bundesliga-Tabelle: Bitte da vorne nicht drängeln!

Die Gladbacher um Tony Jantschke (l) und Trainer Marco Rose sind trotz der Niederlage beim BVB weiter an der Bundesliga-Spitze. Foto: Guido Kirchner/dpa FOTO: Guido Kirchner

Frankfurt/Main. Mit so einem engen Spitzenkampf hätte kaum einer gerechnet. Die Fußball-Bundesliga erfreut sich einer Tabellensituation, wie es sie seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel nach acht Spieltagen noch nie gab.

Den Ersten Borussia Mönchengladbach und den Neunten Bayer Leverkusen trennen nur zwei Punkte. Das Oberhaus profitiert auch von den Schwächephasen bei Bayern München und Borussia Dortmund und ist ausgeglichen wie lange nicht mehr. „Ja, noch! Ich sehe da schon noch Möglichkeiten für Bayern München, die Bundesliga wieder langweiliger zu machen...“, drohte Bayern-Präsident Uli Hoeneß am Montag.

„Die Teams in der kompletten oberen Hälfte stehen so dicht beieinander wie ein Liebespaar beim innigen Hochzeitstanz“, kommentierte das Fachblatt „Kicker“. Masse statt Klasse? In dieser Europapokal-Woche können die Clubs dieser Vermutung entgegentreten und sich international beweisen.

Die Klagen über die Alleingänge der Bayern, die den achten Meistertitel in Serie anpeilen und in den vergangenen Jahren nur in Borussia Dortmund einen ernsthaften Herausforderer hatten, sind erstmal verstummt. Eine Entwicklung, die auch der Deutschen Fußball Liga gefallen dürfte. DFL-Boss Christian Seifert, so kommentierte es die „Frankfurter Rundschau“, „hätte es nicht spannender orchestrieren können“. Von wegen Liga Langeweile.

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