Formel 1

Bitterer Trainingstag: Kein Freispruch für Vettel

Sichtlich bedient nach dem Rennen in Montréal: Sebastian Vettel. Foto: Paul Chiasson/The Canadian Press/AP FOTO: Paul Chiasson

Le Castellet. Auf die Ernüchterung im Training folgte für Sebastian Vettel die krachende Niederlage vor den Sportrichtern.

Kurz nach den wenig ermutigenden Übungsrunden für das Formel-1-Gastspiel in Frankreich schmetterten die Rennkommissare den Antrag von Ferrari auf eine Neubewertung der umstrittenen Zeitstrafe ab, die Vettel vor zwei Wochen in Kanada den Sieg gekostet hatte. Es gebe „keine wesentlichen und relevanten neuen Elemente“ in der Beweisführung der Scuderia, hieß es nach einer 35-minütigen Anhörung in Le Castellet.

Damit bleibt der eigentlich zweitplatzierte Lewis Hamilton Sieger des Rennens vom 9. Juni, Vettel muss sich mit Rang zwei begnügen. „Es ist enttäuschend, aber es bringt jetzt auch nichts, noch lange darüber zu reden“, sagte Vettel. Auch auf der Strecke lief es in Südfrankreich nicht nach Wunsch. Selbst im aufgefrischten Ferrari konnte der Hesse das Tempo seiner Mercedes-Rivalen im Training nicht kontern.

Mehr als sieben Zehntelsekunden fehlten Vettel als Vierter zur Bestzeit des finnischen Silberpfeil-Fahrers Valtteri Bottas. Auch WM-Spitzenreiter Hamilton war im Mercedes trotz einiger Fahrfehler schneller als sein deutscher Dauerrivale und wurde Zweiter. Auf Rang drei kam Vettels Teamkollege Charles Leclerc zurück in die Garage. „Es wird mit Sicherheit kein einfaches Wochenende für uns, Mercedes scheint bärenstark zu sein“, befand Vettel.

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