Niederlage gegen Spanien

Bestürzt über sich selbst: Volleyballer reden EM-Klartext

Gegen Spanien enttäuschte die deutsche Nationalmannschaft auf ganzer Linie. Foto: Virginia Mayo/AP FOTO: Virginia Mayo

Apeldoorn. Vor der Frustfahrt mit dem Bus nach Apeldoorn mussten die bestürzten deutschen Volleyballer erstmal Klartext reden.

Nach dem peinlichen Abschluss der EM-Gruppenphase gegen Spanien suchte der taumelnde Vize-Europameister von 2017 bei einer Aussprache hinter verschlossenen Türen nach einer Lösung gegen den Absturz. „Ich weigere mich, das hinzunehmen und zu sagen: Wir schämen uns, und es geht nicht anders“, erklärte Kapitän Lukas Kampa der Deutschen Presse-Agentur auf dem knapp 200 Kilometer langen Trip von Antwerpen in den nächsten Endrundenspielort in den Niederlanden. „Viele schlechte Dinge können sich auch wieder schnell verändern.“

Der Schock über den kaum erklärbaren Leistungseinbruch beim 1:3 gegen die Iberer stand Kampa&Co. ins Gesicht geschrieben. Mit versteinerten Mienen liefen der Kapitän und der wiedergenesene Diagonalangreifer Georg Grozer durch die Katakomben und äußerten sich erstmal nicht.

So „schnell wie möglich“ müsse die Mannschaft die Blamage verarbeiten, mahnte Außenangreifer Christian Fromm an. „Erschreckend“ fand er den Formverfall. „Wir müssen zusehen, dass wir unser Niveau wieder ganz hochschrauben, sonst ist das Turnier schneller beendet, als uns lieb ist.“

top