Abwehrspieler erzielt Traumtor gegen Nordirland

Spätzünder Halstenberg sammelt Pluspunkte

Bestens gelaunt zeigte sich Marcel Halstenberg nach Schlusspfiff in Belfast. Mit seinem Tor hatte er maßgeblichen Anteil am Sieg der DFB-Elf. FOTO: dpa / Christian Charisius

Belfast. Mit seinem ersten Länderspieltor setzt der Linksverteidiger ein Ausrufezeichen – doch von großen Ansprüchen möchte der Leipziger nichts wissen.

Mit drei Tagen Verspätung machte die verunglückte „Volley!“-Choreographie des „Fan Club Nationalmannschaft“ doch noch erstaunlich viel Sinn. Die aus schwarzen Pappen geformte Aufforderung der Anhänger hatte bei der Heimpleite in Hamburg gegen Erzrivale Niederlande (2:4) für Verwunderung gesorgt, Marcel Halstenberg fühlte sich von ihr aber offenbar inspiriert.

Mit einer traumhaften Direktabnahme nagelte der Linksverteidiger beim mühsamen 2:0 (0:0)-Sieg im richtungweisenden EM-Qualifikationsspiel in Nordirland den Ball unhaltbar in den Winkel (48.). Sein erstes Tor im vierten Länderspiel war nicht nur wunderschön, sondern auch enorm wichtig. Bis zu Halstenbergs Führungstreffer hatte die DFB-Auswahl gegen die kampfstarken Nordiren schwach gespielt.

„Das hat so ein bisschen die Dose geöffnet“, sagte Halstenberg, Profi von RB Leipzig, über die erlösende Wirkung seines Treffers: „Ich habe den Ball einfach überragend getroffen, er fliegt perfekt rein.“ Auch nach dem Duschen war der 27-Jährige „noch voller Adrenalin und überglücklich“, obwohl er sich auf dem Platz beim Torjubel noch merklich zurückgehalten hatte.

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