Löw-Vorgänger

TV-Experte Klinsmann sieht Neustart positiv

Vorgänger und Nachfolger: Jürgen Klinsmann (vorne) und Bundestrainer Joachim Löw. Foto: Christian Charisius FOTO: Christian Charisius

Wolfsburg. „Zäh“ nach dem Rückstand - das war schon die größte Kritik, die Jürgen Klinsmann in seiner neuen Rolle zum 1:1 der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien äußerte.

Ansonsten sprach der einstige Bundestrainer beim Länderspielauftakt 2019 in Wolfsburg über die Partie, Probleme und Erwartungen eher so, als sei er noch im DFB-Trainerstab. „Sie können sehr viel positive Erkenntnisse ziehen. Sie hätten den Sack zumachen können. Das Spiel hätte auch 5:3 oder 6:3 ausgehen können“, erklärte der neue RTL-Fußballexperte.

Gleich zum Start seiner neuen TV-Rolle trat Klinsmann gemeinsam mit Bundestrainer Joachim Löw vor die Kamera. „Unser Verhältnis ist nach wie vor sehr gut und ist geprägt von großem Vertrauen. Ich habe Jürgen auch viel zu verdanken. So bleibt unser Verhältnis immer gut“, betonte der einstige Klinsmann-Assistent Löw. Klinsmann hatte 2004 als Bundestrainer Löw zum DFB geholt und ihn bei seinem Abschied zwei Jahre später in die Chefrolle geschoben.

Vor seinem Job-Antritt beim Kölner Privatsender RTL, der bis zur EM 2020 alle Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft überträgt, hatte Klinsmann immerhin von „Alarmstufe Rot“ im deutschen Fußball und auch von einem besonderen Druck für den aktuellen Bundestrainer gesprochen. Löw pflichtete seinem ehemaligen Chef im ersten dienstlichen TV-Gespräch mit Klinsmann bei: „Auf jeden Fall müssen wir uns viele Gedanken machen.“ Viele Dinge müssten in den nächsten Monaten besser gemacht werden.

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