WM-Held von 2014 ist außen vor

Löw braucht Götze wohl nicht mehr

Die Nationalmannschafts-Karriere von Mario Götze scheint vorbei. Trotz seiner Formstärke wurde er nicht von Bundestrainer Jogi Löw nominiert.FOTO: dpa / Guido Kirchner

Frankfurt. Bundestrainer nominiert Torwart Neuer auf Abruf, verzichtet aber auf den WM-Helden von 2014.

Kapitän Manuel Neuer ist unter Vorbehalt dabei, WM-Held Mario Götze dagegen hat unter Joachim Löw wohl keine Zukunft mehr in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Mit dem angeschlagenen Torhüter, aber ohne den formstarken Dortmunder sowie die geschonten Toni Kroos und Marc-André ter Stegen soll die DFB-Auswahl nach dem Prestigesieg in den Niederlanden die nächsten Schritte zur EM 2020 machen.

Neuer führt das 22-köpfige Aufgebot für die beiden Qualifikationsspiele am Samstag, 8. Juni, in Weißrussland und drei Tage später in Mainz gegen Estland (beide 20.45 Uhr/RTL) an, das Bundestrainer Löw an diesem Mittwoch bekannt gab. Der Kapitän von Bayern München ist nach auskurierter Wadenverletzung „zunächst“ nominiert, sagte Löw: „Bei Manu werden wir abwarten, wie der Heilungsprozess in den nächsten Tagen voranschreitet.“ Bei optimalem Verlauf könnte Neuer an diesem Samstag im Pokalfinale in Berlin gegen RB Leipzig (20 Uhr) sein Comeback geben.

Für Götze dagegen ist die Saison beendet – und wohl auch die Karriere unter Löw. Der Bundestrainer verlor am Mittwoch kein Wort über den Schützen des goldenen Tores in Rio 2014. Er habe die Leistungssteigerung des Dortmunders „registriert“, hatte er zuletzt geäußert, sehe auf Götzes Position aber andere Spieler vorne. Beim Neuaufbau in der Nationalmannschaft setze er vor allem auf „Tempo und Handlungsschnelligkeit“, betonte Löw in den vergangenen Wochen mehrfach – Götze ist ihm offenbar schlicht zu langsam.

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