Solides Debüt

Koch plötzlich „verdammt gut“ für Deutschland

Robin Koch (r) kämpft mit Lucas Alario aus Argentinien um den Ball. Der 23-Jährige aus Kaiserslautern zeigte lange Zeit ein tolles Länderspiel-Debüt – am Ende unterlief ihm aber auch ein Fehler. FOTO: dpa / Bernd Thissen

Dortmund. Unter dem Radar der meisten Deutschland-Fans ist Robin Koch aus Kaiserslautern im Freiburger Fußball-Biotop gereift. Nach einer Notnominierung durfte er das jetzt beim Bundestrainer zeigen.

Es hört sich tatsächlich wie ein Märchen an in einer Zeit des durchgeplanten und hochkommerzialisierten Profi-Fußballs im Land des viermaligen Weltmeisters. Nicht wenige der knapp sieben Millionen Fernsehzuschauer dürften sich bei der Trikotnummer 4 beim 2:2 gegen Argentinien die Frage gestellt haben: Robin wer?

Sozusagen über Nacht ist aus dem veranlagten Freiburger Bundesliga-Verteidiger Robin Koch ein landesweit bekannter Nationalspieler geworden. „Ich habe das noch gar nicht alles realisiert. Das ist alles so schnell gegangen“, sagte der 23 Jahre alte Debütant nach dem Testspiel am Mittwochabend: „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Das versuche ich jetzt mitzunehmen.“

Als Länderspiel-Neulinge Nummer 102 und 103 in seiner Zeit als Bundestrainer hatte Joachim Löw das Freiburger Duo Koch und Luca Waldschmidt in Dortmund in die Startelf gestellt. Und das nur einen Tag nach der überraschenden Ankunft des nachnominierten Koch im Kreis der Mannschaft. Der in Kaiserslautern geborene Defensivspieler trat gegen den zweimaligen Weltmeister lange Zeit so auf, als habe er zuvor nichts anderes gemacht. „Der Robin Koch hinten in der Abwehr war sehr stabil, war selbstbewusst, hatte eine gute Ausstrahlung. Er kam am Tag vorher zur Mannschaft und hat keine Anzeichen von Nervosität gezeigt“, lobte Löw den Überraschungsneuling.

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