Fußball

Uefa berät über Reform — Gnade für Absteiger Löw?

Doch kein Abstieg? Joachim Löw und sein Team bleiben wohl in der A-Staffel der Nations League. FOTO: dpa / Christian Charisius

Ljubljana. Deutschland ist im Herbst 2018 in der Nations League in die B-Staffel abgestiegen. Jetzt könnte es für die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw aber eine Hintertür geben.

Bundestrainer Joachim Löw könnte der Makel des Nations-League-Abstiegs doch noch erspart bleiben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur berät das UEFA-Exekutivkomitee bei seiner Sitzung am Dienstag im slowenischen Ljubljana über eine Reform des erst im Vorjahr eingeführten Wettbewerbs. Demnach soll die A-Liga als höchste der vier Spielklassen für die kommende Runde im Herbst 2020 von zwölf auf 16 Mannschaften aufgestockt werden. Deutschland würde dann wie Polen, Kroatien und Island trotz sportlichen Scheiterns nicht in die zweitklassige B-Liga absteigen müssen.

„Das ist mit Sicherheit kein Weltuntergang, aber es ist schon frustrierend“, hatte DFB-Direktor Oliver Bierhoff zum Fehlschlag in der Nations League gesagt. Die Fußball-Nationalmannschaft hatte fünf Monate nach dem WM-K.o. den nächsten sportlichen Rückschlag einstecken müssen und in ihrer Gruppe hinter den Niederlanden und Frankreich sieglos den letzten Platz belegt.

Nun könnte es bei der nächsten Auflage von September bis November 2020 doch wieder Duelle mit der kontinentalen Spitze geben. Löw betont immer, dass er sich lieber mit den besten Kontrahenten messe. In der B-Liga wären mögliche Gegner unter anderen die Türkei, Norwegen oder die Slowakei statt den 2018-Gegnern Holland und Frankreich sowie Teams wie England, Portugal oder Italien in der A-Staffel. Ausgelost werden sollen die Nations-League-Gruppen im März in Amsterdam.

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