Länderspiel gegen Argentinien

Eine völlig neue deutsche Mannschaft

Dortmund. Bundestrainer Joachim Löw ächzt unter den vielen Absagen für das Länderspiel gegen Argentinien. Waldschmidt und Stark von Anfang an.

Selbst sein geliebter Espresso hellte die Stimmung von Joachim Löw nicht auf. Mit sorgenvoller Miene verkündete der Bundestrainer nach einem tiefen Schluck aus dem Pappbecher zunächst die Ausfälle 12 und 13 für den Länderspiel-Klassiker gegen Argentinien, dann malte er ein düsteres Bild für das große Ziel. „Das macht die Sache im Hinblick auf 2020 schon ein bisschen schwieriger. Wir hätten das Jahr schon nutzen wollen, um uns vorzubereiten, einzuspielen. Das werden wir jetzt nicht können“, sagte Löw im Dortmunder Fußballmuseum mit Blick auf die EM im Sommer 2020.

Zuvor teilte der 59-Jährige mit, dass auch Ilkay Gündogan (muskuläre Probleme) und Jonathan Tah (Erkältung) für das Prestigeduell der ehemaligen Weltmeister an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) in Dortmund ausfallen. Der Einsatz von Marco Reus (Knieprobleme) ist zudem äußerst fraglich. „Die Gesamtlage ist sehr angespannt und unerfreulich. So viele Absagen hat es selten oder noch nie gegeben“, haderte Löw, der unter anderem auf die Leistungsträger Toni Kroos und Leroy Sané verzichten muss.

Die Absagenflut ist für Löw und seine neuformierte Mannschaft eine schwere Hypothek auf dem Weg zur EM-Endrunde. Schon bei den Qualispielen gegen die Niederlande (2:4) und in Nordirland (2:0) im September „gab es einen Bruch“. Ganz optimal sei es in den letzten Monaten nicht gelaufen, so Löw. Die Ausfälle bieten in der Begegnung gegen die ebenfalls ersatzgeschwächten Argentinier, für die erst 41 000 Tickets verkauft wurden, einigen Debütanten eine Chance. Löw sicherte Niklas Stark und Luca Waldschmidt einen Einsatz von Beginn an zu. Nadiem Amiri, Suat Serdar und der gebürtige Kaiserslauterer Robin Koch könnten ebenfalls erstmals in der A-Nationalmannschaft auflaufen.

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