Nach Platz zwei in Suzuka

Vettel-Forderung wegen Mercedes-Dominanz: „Besser arbeiten“

Immer Suzuka-Qualifying top, im Rennen von Mercedes geschlagen: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel. Foto: Toru Hanai/AP/dpa FOTO: Toru Hanai

Suzuka. Dem launigen Wunsch von Sebastian Vettel nach einer Übersättigung der silbernen Formel-1-Dominatoren erteilte Lewis Hamilton noch vor der Rückreise aus Japan eine Absage.

„Selbst wenn wir jedes Jahr Erfolg haben, sind wir noch immer hungrig, noch immer ehrgeizig“, formulierte der englische Starpilot die Mercedes-Maxime nach dem historischen sechsten WM-Double nacheinander. Der erneut mit Ferrari geschlagene Deutsche hatte nach dem Grand Prix in Suzuka noch humorig gemeint: „Hoffentlich langweilen sie sich allmählich. Wir werden mal sehen, was dann passiert.“

Der Wunsch nach einer Erfolgsüberreizung der Silberpfeile ist keine zukunftsträchtige Strategie für die Scuderia. Zwölf Jahre nach der letzten Fahrer-WM und elf Jahre nach der letzten Konstrukteurs-WM formulierte Vettel dann schon eher die passende Taktik. „Es geht nicht um eine Sache, die wir verbessern müssen, es geht um viele kleine Sachen, die wir verbessern müssen, jeder Einzelne von uns“, forderte der viermalige Weltmeister nach seinem zweiten Platz am Sonntag. „Ich glaube nicht, dass wir härter arbeiten müssen, sondern ich glaube, dass wir besser arbeiten müssen.“

Cleverness und Effektivität sind nur zwei Komponenten, die Mercedes seinem Verfolger Ferrari noch immer voraushat. Die Scuderia hat in dieser Saison zwar mittlerweile bewiesen, dass sie auf der Motorenseite mindestens gleichauf mit den Silberpfeilen ist. Die Erfolgsmannschaft um Teamchef Toto Wolff besitzt jedoch noch immer das bessere Paket aus Wagenentwicklung, Strategiearbeit und individueller Fahrerleistung. „Uns fehlt noch eine ganze Stange, um wirklich dagegenzuhalten“, meinte Vettel anerkennend. „Von außen betrachtet, sind sie ganz nah dran an der Perfektion.“

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