Formel 1

Leclerc lässt Tifosi jubeln: Monza-Pole vor Hamilton

Charles Leclerc feiert seine Bestzeit in der Qualifikation. Foto: Luca Bruno/AP FOTO: Luca Bruno

Monza. Charles Leclerc ließ sich feiern, im Tifosi-Stimmungstempel von Monza haben die Formel-1-Stars mit einer bizarren Bummelrunde aber für ein unwürdiges Qualifikationsfinale gesorgt.

Der monegassische Ferrari-Pilot profitierte am meisten von dem verzockten Windschatten-Poker, der von den Rennkommissaren sogar nachträglich untersucht wurde. Letztlich feierte Leclerc sechs Tage nach seinem Premierensieg in der Formel 1 auch seine erste Pole im Heimrennen für Ferrari. Er verwies am Samstag WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im Mercedes auf den zweiten Platz vor dessen Silberpfeil-Teamkollegen Valtteri Bottas.

Sebastian Vettel kam im zweiten Ferrari nicht über den vierten Platz hinaus. Was er von dem Ausgang einer bis dahin spannenden K.o.-Ausscheidung hielt, sagte der 32 Jahre alte Vierfach-Weltmeister auch: „Man braucht nicht versuchen, es zu erklären. Es ist schwachsinnig. Aber ohne Windschatten die Runde zu starten, ist genauso irrsinnig.“ En passant ließ er durchblicken, dass auch im Team etwas nicht stimmte: „Die Absprache war intern auch anders.“ Er hätte beim zweiten Versuch Windschatten von Leclerc bekommen sollen. Ging aber nicht mehr, weil er zu spät über die Start- und Ziellinie kam.

Leclerc war's egal. Hauptsache Pole, die vierte in dieser Saison und in seiner noch jungen Karriere. Vom „Anti-Höhepunkt“ sprach indes Hamilton. Der 34 Jahre alte Brite verpasste seine siebte Pole in Italien um gerade mal 39 Tausendstelsekunden. Auch Bottas war denkbar knapp dran: Ihm fehlten 47 Tausendstelsekunden auf Leclerc.

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