Umweltbewusstsein

Klimawandel im Renngeschäft: Formel 1 will Ökobilanz retten

Macht sich für den Umweltschutz stark: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton. Foto: Luca Bruno/AP/dpa FOTO: Luca Bruno

Mexiko-Stadt. Gar nicht so weit entfernt vom Autódromo Hermanos Rodríguez hat sich die Formel 1 vor ein paar Jahren ein gutes Gewissen gekauft.

Mit Anteilen am Aufforstungsprojekt „Scolel Te“ im Süden Mexikos verrechnete die Rennserie ihren Ausstoß von Treibhaus-Gasen, der Weltverband schrieb umgehend „klimaneutral“ in die Ökobilanz des PS-Spektakels. Und so war es irgendwie passend, dass die Debatte um die Nachhaltigkeit und den ökologischen Fußabdruck der Formel 1 vor dem Grand Prix in Mexikos stauverstopfter Hauptstadt so richtig Fahrt aufnahm.

„Insgesamt gesehen, glaube ich, dass die Formel 1 mehr tun sollte. Es ist eine weltweit agierende Plattform, wir sollten eine viel stärkere Botschaft zu diesem Thema senden“, sagte Sebastian Vettel mit ernster Miene und nannte sich einen „Unterstützer des Planeten“. Vor ein paar Wochen war der Hesse deshalb mit der Bahn zum Rennen nach Monza gereist. In Ungarn ermahnte er mehrfach Journalisten im Fahrerlager, Plastikflaschen nicht achtlos wegzuwerfen.

Als leidenschaftlicher Klimaretter hat sich auch Weltmeister Lewis Hamilton zu erkennen gegeben. In Mexiko zählte er gewissenhaft auf, wie er sein Leben geändert hat. Alle Einkäufe bis hin zur Zahnbürste müssen wiederverwertbar sein, von seinem Privatjet hat er sich ebenso getrennt wie von vielen seiner Autos. Er will weniger reisen und ernährt sich nur noch vegan. Auch auf seinen Arbeitgeber Mercedes will er einwirken, noch mehr für die Umwelt zu tun.

top