Vor dem Grand Prix der USA

Neue Regeln werden zur Baustelle

Austin. Das Formel-1-Regelwerk ab 2021 soll am Donnerstag vorgestellt werden. Auch wenn die genauen Inhalte noch unter Verschluss sind, wird es wohl Kritik hageln.

Am 31. Oktober wird in weiten Teilen der westlichen Welt Halloween gefeiert, natürlich auch in Austin/Texas. Zahlreichen Formel-1-Vertretern graust es allerdings ganz ohne Zombiekostüm und Kürbislaterne – und zwar davor, was die Königsklassen-Führung am Rande des Großen Preises der USA als Regelwerk zur Saison 2021 präsentieren will.

„Ich denke, Boris Johnson ist näher dran an einem Deal als wir“, hatte Christian Horner, Red-Bull-Teamchef und Brite, vor dem letzten Treffen der Teams mit Formel-1-Eigner Liberty Media und dem Automobil-Weltverband FIA vor gut zwei Wochen gesagt. Eine Aussage, die in ihrem Sarkasmus verdeutlicht, wie verhärtet die Fronten sein müssen.

Dass die Motorsport-Königsklasse Veränderung braucht, bestreitet niemand. Doch der Weg zum Konsens in einer Vielinteressengesellschaft wie der Formel 1 ist äußerst holprig. Es geht darum, den Sport ausgeglichener zu machen und gleichzeitig die Aushängeschilder wie Ferrari oder Mercedes bei der Stange zu halten.

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