Großer Preis von Japan

Formel 1 steht wegen Taifun still: „Sicherheit geht vor“

„Der gesamte Zeitplan für den 12. Oktober ist gestrichen“ - der Taifun Hagibis hat auch die Formel 1 in Suzuka im Griff. Foto: Kyodo News/AP/dpa FOTO: Uncredited

Suzuka. Die Straßen unweit der Shiroko Station in Suzuka sind leer. Formel-1-Fans sind an diesem Samstag in der Stadt in der Präfektur Mie nicht in Sicht.

Der Taifun Hagibis hat auch die Königsklasse des Motorsports im rund 300 Kilometer Luftlinie südwestlich von der Hauptstadt Tokio entfernten PS-Mekka zum Stillstand gebracht.

Aus Vorsicht vor dem drohenden Wirbelsturm hatten die Organisatoren des 17. von 21 Saisonrennen bereits vorab alle Aktivitäten für den Tag abgesagt. „Das ist eine vollkommen nachvollziehbare Entscheidung, die Sicherheit geht vor“, sagte Sebastian Vettels Ferrari-Teamchef Mattia Binotto zur Absage des Abschlusstrainings und der Verlegung der Qualifikation auf den Sonntag (3.00 Uhr/RTL und Sky).

Dauerregen und Windböen hätten eine reibungslose und sichere Startplatzjagd auf dem Suzuka Circuit nicht erlaubt. Erst zum fünften Mal in der Formel-1-Geschichte wurden Qualifikation und Rennen auf denselben Tag angesetzt. Im japanischen Fernsehen war der Taifun das beherrschende Thema. Immer wieder wurden die Menschen vor den Naturgewalten gewarnt und aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Insbesondere von Küstenstrichen, wo hoher Wellengang herrschte, sollten sie sich fernhalten. Bis Sonntag dürfte der Tropensturm Richtung Norden abziehen.

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