konkurrierendes Ferrari-Duo

„Dynamik“ zwischen Vettel und Leclerc - Binotto entspannt

Teamkollegen und Konkurrenten zugleich: Charles Leclerc (l) und Sebastian Vettel. Foto: Yong Teck Lim/dpa FOTO: Yong Teck Lim

Suzuka. Anspannung ist Mattia Binotto nicht anzumerken. Der Ferrari-Teamchef mit dem Wuschelkopf und der dickumrandeten Harry-Potter-Brille spricht selbst über den eskalierenden Fahrerzoff zwischen Sebastian Vettel und Charles Leclerc gelassen.

Nach dem jüngsten Krach in Russland habe er „positive, konstruktive, ehrliche, faire und transparente“ Diskussionen mit seinen Streitpiloten geführt, erzählte Binotto am Rande des Grand Prix von Japan in Suzuka und benutzte am Freitag auffallend viele Adjektive.

Vettel und Leclerc bezeugen diese Gespräche mit ihrem Boss. Die Aussagen des 32-jährigen Deutschen und seines elf Jahre jüngeren monegassischen Herausforderers legen jedoch kaum missverständlich nahe, dass es jeweils separate Sitzungen gab: Binotto mit Vettel, Binotto mit Leclerc. Aber keine Dreierrunde.

„Wir haben die Absicht zu versuchen, die Situation zum Wohle des Teams zu regeln und sicherlich auch zum Wohle der Fahrer. Wir nehmen uns ein paar Dinge vor, die verbessert werden können“, führte Binotto auf dem Podium bei der offiziellen Teamchef-Pressekonferenz aus. Zuletzt in Russland hatte sich Vettel einer Anweisung vom Scuderia-Kommandostand widersetzt, Leclerc nach dem Start wieder vorbeizulassen. „Was in Sotschi passiert ist, ist nichts wirklich Schlimmes, man muss es aber angehen und verbessern“, meinte Binotto.

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