Olympische Spiele verschoben

Hussong von IOC-Entscheidung nicht überrascht

Speerwerferin Christin Hussong kann derzeit nicht im Stadion mit dem Speer trainieren. Sie will andere Traingsmethoden für ihren Wurfarm ausdenken. FOTO: dpa / Michael Kappeler

Zweibrücken. Die LAZ-Athletin hat Verständnis für die Olympia-Verschiebung. Nun hat sie viel Zeit, um sich vorzubereiten. Momentan ist jedoch nur Ausdauertraining angesagt.

„Jetzt könnte man eigentlich auch mal in den Urlaub fahren“, scherzt Speerwerferin Christin Hussong vom LAZ Zweibrücken, nachdem am Dienstag bekannt gegeben wurde, dass die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio aufgrund der Coronakrise verschoben werden. „Aber das wird ja wahrscheinlich auch nicht gehen.“

Die 26-jährige wäre im Juli bei den wichtigsten Wettkämpfen des Jahres dabei gewesen. Dass das IOC die Spiele nun nicht im Sommer 2020 steigen lässt, kommt für sie nicht überraschend. Allerdings sei der Zeitpunkt überraschend gewesen. Hussong habe nicht damit gerechnet, dass dann doch so schnell ging. Immerhin hatte IOC-Präsident Thomas Bach in den Tagen vor der Bekanntgabe am Dienstag keine Anstalten gemacht, Olympia verschieben zu wollen. Für Hussong ist die jetzt getroffene Entscheidung richtig – „auch wenn sie für uns Sportler natürlich traurig ist. Für uns hängt da noch viel mehr dran. Es ist ja unser Beruf.“

Was bedeutet die Olympia-Verschiebung auf einen noch unbekannten Zeitpunkt für Athleten wie Christin Hussong? Viele Sportler bereiten sich ja gezielt über mehrere Monate vor, sodass sie zum Zeitpunkt des wichtigen Wettkampfes in Topform sind. Die 26-jährige versucht das Beste aus der Situation zu machen. „Man muss das nicht zwangsläufig negativ sehen. Für mich ist es kein Nachteil. Dann bereite ich mich jetzt eben 15 statt drei Monate auf Olympia vor.“

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