FSV Jägersburg

Beim FSV ins zweite Glied gerückt

Werner Finken ist nach langer Spieler-, Trainer- und Funktionärslaufbahn beim FSV Jägersburg künftig „nur noch“ ein Fan des Fußballclubs. FOTO: Stefan Holzhauser

Jägersburg. Der 72-jährige Werner Finken gehörte seit dem Jahr 2002 der Vereinsspitze in Jägersburg an. Jetzt kandidierte er nicht mehr und möchte es ab sofort ruhiger angehen lassen.

Beim FSV Jägersburg ist Werner Finken ins zweite Glied gerückt. Dem heute 72-Jährigen gelang es bereits in jungen Jahren sehr gut, die Arbeit und den Fußballsport miteinander zu verbinden. Er erlernte bei der Homburger Firma Bosch den Beruf des Werkzeugmachers. „Ich war fast 46 Jahre lang für Bosch tätig“, erzählt Finken. Acht Jahre lang agierte er als Ausbildungsmeister und später programmierte der Jägersburger computergesteuerte Maschinen.

Mit 60 begann sein Rentenalter, der Vorruhestand trat bereits ein Jahr früher in Kraft. Zusammen mit seiner Ehefrau Anna Maria Elisabeth, die nur Annemarie gerufen wird, hat er die Kinder Martin (50) und Susanne (52). Das Paar ist bereits seit 52 Jahren verheiratet. Während die Tochter nichts mit Fußball zu tun hat, ist Martin Finken Jugendleiter des FSV Jägersburg. Er spielte früher genau wie sein Vater im Tor. Werner Finken ist eigentlich ein Pfälzer und ging sportlich aus dem Tus Schönenberg hervor, wo er erstmals im Alter von acht Jahren kickte. Finken war zunächst Libero, dann Schlussmann, Linksaußen und wieder Torhüter – ein richtiger Allrounder. Finken war talentiert und erhielt aufgrund seiner konstanten Leistungen eine Einladung an die Sportschule Edenkoben. Er avancierte als Torhüter zum Südwest-Auswahlspieler und war vier Jahre lang beim Regionalverband Südwest die Nummer eins zwischen den Pfosten. 1964 wurde in Duisburg der deutschen Meistertitel der Regionalverbände ausgespielt. Sein bekanntester Mitspieler war Karl-Heinz „Kalli“ Kamp – später lange Zeit Co-Trainer bei Werder Bremen.

„Da ich ja hier aus dem Saarpfalz-Kreis komme, treffe ich mich zwei Mal im Jahr immer noch regelmäßig mit den damaligen Saar-Auswahl-Spielern. Zu einigen Südwest-Mitspielern besteht aber auch noch Kontakt“, berichtet Finken. Im letzten A-Jugendjahr, im Sommer 1964, holte ihn der Fußball-Weltmeister von 1954, Werner Liebrich, in seiner Funktion als Jugendtrainer zum 1. FC Kaiserslautern. Im Herbst durfte Finken damit laut damaliger Satzung fortan nicht mehr in der Jugend spielen. Zu diesem Zeitpunkt trainierte er bei der zweiten und teilweise bei der ersten Aktivenmannschaft mit. Die Zweite gehörte seinerzeit der ersten Amateurliga an, die dritthöchste Klasse Deutschlands. Und die Erste spielte bereits in der ersten Bundesliga.

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