Saarlandpokal

Vor Saarderby herrscht großer Respekt

Wegen Oberschenkelproblemen entscheidet sich der Einsatz von FCH-Toptorjäger Patrick Dulleck (links) erst kurzfristig vor dem Pokalspiel. FOTO: Markus Hagen / red

Homburg. Beim Pokalknüller im Waldstadion zwischen dem FC Homburg und dem 1. FC Saarbrücken treffen heute Abend um 19 Uhr viele alte Bekannte aufeinander.

Das Saarderby schlechthin steht an. Rivalitäten und Emotionen werden heute Abend hochkochen, wenn der FC Homburg um 19 Uhr den 1. FC Saarbrücken im Viertelfinale des Saarlandpokals im Waldstadion empfängt.

Obwohl den Spitzenreiter der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar aus Homburg und den FCS, Tabellenführer der Regionalliga Südwest, eine Klasse trennt, will keiner der beiden Trainer die Favoritenrolle annehmen. „In einem solchen Spiel ist alles möglich, erst Recht, wenn es ein Pokalspiel ist“, sagt FCH-Coach Jürgen Luginger. Er bezeichnet den 1. FC Saarbrücken als ein Team mit Zweitligaqualitiäten. „Natürlich haben die Saarbrücker eine Topmannschaft, aber wir spielen zu Hause im Waldstadion und hier wollen wir eine Runde weiterkommen“, gibt sich Luginger, der von 2010 bis 2013 selbst Trainer beim FCS war, kämpferisch. Sein Kollege Dirk Lottner hat trotz der Favoritenstellung auf dem Papier höchsten Respekt vor dem FC Homburg: „Das ist eine Mannschaft mit vielen regionalligaerfahrenen Spielern, die nicht umsonst so klar die Oberliga dominiert.“ Lottner rechnet mit einer interessanten, engen und kampfbetonten Begegnung. „Natürlich wollen wir auch im Pokal das Optimum rausholen, wie im vergangenen Jahr“, betont Lottner. Er wird kündigt an, nicht auf Stammspieler zu verzichten, um sie für die Meisterschaftsrunde zu schonen. Auf die Innenverteidiger Marco Kehl-Gomez und Dominik Rau, Rechtsverteidiger Alexandre Mendy, den torgefährlichen Mittelfeldspieler Martin Dausch und Stürmer Sebastian Jacob müssen die Blau-Schwarzen heute Abend allerdings verzichten. „Unser Kader ist qualitativ sehr ausgeglichen und gut besetzt“, will sich Lottner nicht über die Ausfälle beklagen. Er ergänzt: „Beide Mannschaften kennen sich sehr gut, da wird es schwer, für große Überraschungen zu sorgen.“

Jürgen Luginger kann fast aus den Vollen schöpfen. Allerdings steht ausgerechnet hinter dem Einsatz seines Toptorjägers Patrick Dulleck, mit 19 Treffern bester Schütze der Oberliga, erneut ein dickes Fragezeichen. Nach Wadenproblemen in der Vorbereitung, einer gegen den FSV Salmrohr erlittenen Knöchelverletzung, zwickt es nun im Oberschenkel. „Sein Einsatz wird sich wohl erst unmittelbar vor dem Spiel beim Warmmachen entscheiden“, erklärt Luginger.

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