Fußball-Verbandspokal

Kurzarbeiter Krebs wird zum TSC-Pokalhelden

Harter Pokalkampf über die Grenzen des Erlaubten hinaus: Hermersbergs Florian Weber steigt TSC-Spieler Jan Tüllner unsanft auf den linken Fuß. Das bessere Ende für sich hatten die Zweibrücker, die nach einem 1:0-Erfolg in Runde drei stehen. FOTO: Markus Hagen

Zweibrücken. Fußball-Verbandspokal: Landesligist TSC Zweibrücken steht nach einem hart erkämpften 1:0 über Ligakonkurrent Hermersberg in Runde drei.

In der Nachspielzeit der Verbandspokalpartie zwischen den Fußball-Landesligisten TSC Zweibrücken und SV Hermersberg läuft TSC-Spieler Mirko Tüllner allein auf das Hermersberger Tor zu. Doch Torhüter Marc Zimmermann pariert den Schuss. Das bedauernde „Ah“ der TSC-Fans unter den rund 260 Zuschauern am Wattweiler Berg war noch nicht verhallt, als es sich in ein lautes „Ja“ verwandelte. Denn Schiedsrichter Julien Belzer pfiff die Partie Sekunden später ab – und die Zweibrücker zogen nach einem 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den Ligakonkurrenten in die dritte Runde ein.

Während sich die TSC-Spieler freudestrahlend abklatschten, ließen die Hermersberger die Köpfe hängen – und trauerten vielen vergebenen Chancen nach. Dabei erwies sich TSC-Torhüter Joshua Prine als unüberwindbar. „In so einem Spiel mit viel Kampf braucht man auch das Quäntchen Glück und einen guten Torhüter. Und den haben wir“, sagte TSC-Trainer Jan Weinmann. Er zollte auch den übrigen Spieler seine Anerkennung für ihre Moral. Denn sie hätten wieder einige Nackenschläge weggesteckt. Nach der schweren Verletzung des offensiven Mittelfeldspielers Dennis Hirt vom Sonntag sei Joshua Penth nach dem Aufwärmen kurzfristig ausgefallen. Und dann musste auch der eingewechselte Nico Krebs nach nur 15 Minuten wieder verletzt vom Platz.

Doch die Viertelstunde reichte dem 17-jährigen A-Jugendspieler, um das Tor des Tages zu erzielen. Nach einem öffnenden Pass von Sebastian Schmitt in der 66. Minute legte Cüneyt Eren überlegt auf Krebs zurück, der aus zehn Metern eiskalt vollendete. „Manche brauchen nur zehn Minuten, um ein Spiel zu entscheiden“, meinte Spielleiter Jürgen Tüllner über den Nachwuchsspieler, der trotz Schmerzen strahlte.

top