Triathlon

Im schlechtesten Fall ist Hawaii-Quali in Gefahr

Oliver Spurzem hat nur ein Ziel vor Augen: Erneut beim legendären Iron Man auf Hawaii dabei zu sein. FOTO: Spurzem

Zweibrücken . Bereits seit November schuftet Oliver Spurzem wieder für den Start beim legendärsten Ironman der Welt. Es wäre die fünfte Teilnahme für den Zweibrücker. Doch der Wettkampf-Kalender und die Vorbereitung wird durch das Corona-Virus durcheinandergewirbelt. Noch bleibt der WSF-Triathlet gelassen.

Probleme, sich zu motivieren, hat Oliver Spurzem nicht. Dafür, sich immer wieder zu quälen, Kilometer um Kilometer im Schwimmbecken, auf dem Rad oder der Laufstrecke abzuspulen. Ausbremsen lässt sich der Zweibrücker Triathlet dabei auch nicht von besonderen Umständen – wie jetzt durch das Corona-Virus. Denn erneut hat Spurzem nur ein Ziel vor Augen: die nächste Teilnahme beim legendären Ironman auf Hawaii. Nachdem er bei seinem vierten Start auf der Pazifikinsel im vergangenen Oktober knapp am großen Ziel „Zehn-Stunden-Marke-Knacken“ vorbeigeschrammt ist, liegt der Fokus bereits seit Ende des vergangenen Jahres wieder auf der neuen Saison – und dem möglicherweise fünften Start auf Kona.

Sein Grundlagentrainingslager auf Mallorca hat Oliver Spurzem Anfang März noch ohne Probleme durchführen können. „Eine Woche später wäre das schon schwieriger geworden, da wäre jetzt nix mehr gegangen“, sagt der Zweibrücker mit Blick auf die Verbreitung des Corona-Virus.

Seine Kilometer beim Laufen und auf dem Rad in der Heimat abzuspulen, ist für den 43-Jährigen derzeit aber noch problemlos möglich. Schwieriger gestaltet sich das Schwimmtraining. Die Bäder sind aufgrund der Coronakrise seit dem vergangenen Wochenende geschlossen. „Das ist für mich aus rein sportlicher Sicht erstmal weniger dramatisch. Das Schwimmen macht im Wettkampf mit der kürzesten Distanz auch zeitlich am wenigsten aus.“ Durch „den ganzen Mist“ verliere er dort vielleicht eine Minute. „Aber das geht dann ja den meisten Athleten so“, gibt er sich gelassen. Sollten die Schwimmbäder länger als sechs Wochen dicht bleiben, gebe es immer noch Alternativen, um die Schwimmmuskulatur zu trainieren. Zugseiltraining, Schwimmbänke, Rudergeräte. „Im Kopf bin ich vorbreitet“, ist Spurzem theoretisch bereits auf all Eventualitäten eingestellt. Auch im Falle einer Ausgangssperre oder Quarantäne „gehen laufen und Radfahren ja immer“. Dann halt auf der Rolle oder dem Laufband im Keller – das er sich dann eben noch schnell besorgen müsste. „Mal abwarten, was da noch auf uns zukommt. Aber noch gehe ich raus an die Luft trainieren.“

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