SV 64 Zweibrücken

„Knifflige Aufgabe“ für die 64er

„Es geht nicht darum, selbst die meisten Tore zu werfen, sondern die Stärken des ganzen Teams einzubringen“, sagt Zweibrückens Spielmacher Marc-Robin Eisel (am Ball) vor dem Heimspiel am Samstag gegen den HC Dillingen/Diefflen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier

Zweibrücken. Handball-Oberliga: Der SV Zweibrücken hat seine drei Saisonspiele gewonnen – der HC Dillingen verloren. SV-Trainer Bullacher warnt vor dem Duell dennoch.

Am Samstag um 18 Uhr empfangen die Oberligahandballer des SV 64 Zweibrücken den HC Dillingen/Diefflen zum Derby in der Westpfalzhalle. Während die Mannschaft von Trainer Stefan Bullacher nach drei Auswärtssiegen in Folge mit 6:0 Punkten als Tabellenführer ins Spiel geht, wartet der Aufsteiger von der Saar weiter auf den ersten Punktgewinn. Dabei wollen die 64er ihren Gegner – genau wie vor Wochenfrist die Drittligareserve des TuS Dansenberg – keinesfalls unterschätzen.

Denn die Dillinger zeigten bei knappen Niederlagen gegen die Spitzenmannschaften aus Budenheim und Mülheim, dass sie in der Oberliga durchaus konkurrenzfähig sind. Obwohl der Aufstieg im letzten Jahr für die 1992 ins Leben gerufene Spielgemeinschaft zwischen Dillingen und Diefflen der größte Erfolg der jungen Vereinsgeschichte ist, ging das Team keineswegs unbedarft in die neue Saison. Der Kader liest sich wie eine Außenstelle der HG Saarlouis. Mehr als die Hälfte der Spieler haben eine Vergangenheit beim saarländischen Aushängeschild. In Zweibrücker Handballkreisen dürfte der ehemalige Saarlouiser Zweitligaspieler Sven Malte Hoffmann noch bekannt sein. Der schnelle Außenspieler ging in der Regionalliga auch schon für die VTZ Saarpfalz auf Torejagd. Ebenso trugen Spielmacher Andreas Altmeyer, Rückraumschütze Tobias Kropf und Kreisläufer Pascal Simon das Trikot der HGS. Dass sich der kommende Gegner von einem Fehlstart nicht aus der Bahn werfen lässt, bewies er letzte Saison. Nach einem missglückten Beginn und einem Trainerwechsel – Thomas Schlink folgte auf Patrick Grabenstädter – startete der HC Dillingen/Diefflen gewaltig durch und feierte am Ende der Runde nach einer furiosen Aufholjagd noch die Meisterschaft und den Aufstieg in die Oberliga.

SV-Trainer Stefan Bullacher zeigt sich trotz der Niederlagenserie von der Leistungsstärke der Gäste angetan: „Dillingen hat durch ihre körperliche Präsenz eine bärenstarke 6:0-Abwehr. Da brauchen wir einen guten taktischen Plan, um immer wieder die passenden Lücken zu finden“, analysiert der Übungsleiter. Er ergänzt: „Im Angriff spielen sie gekonnt ihre Erfahrung aus. Vor allem Altmeyer, Kropf und Simon wissen genau, wann sie das Tempo rausnehmen müssen und wann sie extrem Gas geben können Auch wenn wir zu Hause als Favorit in die Begegnung gehen, wird das eine knifflige Aufgabe.“

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