Borussia Dortmund gegen Hertha BSC

Favres wohl letzte Chance

Der Blick in sein Gesicht zeigt es: Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre hat es zurzeit alles andere als leicht. Eine Niederlage in Berlin dürfte den Schweizer seinen Job kosten. FOTO: dpa / David Inderlied

Berlin/Dortmund. Der Trainer von Borussia Dortmund spielt gegen Hertha BSC und Neu-Trainer Klinsmann um seinen Arbeitsplatz.

Es wird ein ganz spezielles Trainerduell: Herthas prominenter Neuzugang Jürgen Klinsmann braucht bei seiner Bundesliga-Rückkehr sofort ein Erfolgserlebnis – sein Kollege Lucien Favre kämpft bei Borussia Dortmund an alter Wirkungsstätte um seinen Job. „Ich konzentriere mich auf das Wesentliche, mein Fall ist unwichtig“, erklärte der Schweizer Favre vor dem Gastspiel des sportlich durchgeschüttelten BVB am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in Berlin. „Der BVB geht uns gar nichts an“, sagte Ex-Welt- und Europameister Klinsmann, der schon nach wenigen Tagen spürt, wie schwer die Mission beim Hauptstadtclub wird.

Mit den aktuellen Problemen des Kontrahenten will sich der 55 Jahre alte Hertha-Coach, dem am Freitag der Schlafmangel nach der Blitzablösung seines Vorgängers Ante Covic anzusehen war, nicht beschäftigen: Natürlich lese er auch Zeitungen und fühle immer auch mit seinen Kollegen. „Ich wünsche jedem Trainer Siege. Aber wenn zwei aufeinandertreffen, geht es eben nicht“, sagte Klinsmann, der erstmals nach 2009 wieder auf einer Bundesliga-Trainerbank sitzt.

Kuriose Erinnerung dabei: Als Bayern-Cheftrainer verlor er im Februar 2009 gegen die Hertha mit dem damaligen Trainer Favre 1:2. „Das gehört mit dazu. Wir nehmen das Ergebnis mit für morgen“, erklärte der gebürtige Schwabe dazu. Weder Klinsmann noch Favre konnten sich spontan an dieses Aufeinandertreffen erinnern.

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