Absage wegen Coronavirus droht

Homburger Bergrennen auf der Kippe

Christian Triebstein landete im vergangenen Jahr in seinem Dallara Formel 3 beim Homburger Bergrennen auf dem dritten Platz. Ob das Motorsportevent im Juli stattfinden kann, ist derzeit noch völlig unklar. FOTO: Bubel

Homburg/Käshofen. Wegen Corona droht Traditionsveranstaltung erste Absage seit 1974. Organisatoren wollen bis Ende April entscheiden.

Nach den halbwegs überstanden finanziellen Sorgen und der teilweisen Umbesetzung im Vorstand war man beim Homburger Automobilclub noch vor wenigen Tage guter Dinge, was die Zukunft des Vereins und der 47. Ausgabe des Homburger ADAC Bergrennens auf der Käshofer Straße angeht. Doch die motorsportliche Traditionsveranstaltung, die für das Wochenende des 11. und 12. Juli 2020 bei Behörden und Sportbünden angemeldet ist, hängt angesichts der Corona-Pandemie in der Luft.

Kann das Homburger Bergrennen Mitte Juli wirklich stattfinden? Diese Frage soll bis Ende April entschieden werden. Die hinter den Kulissen bereits angelaufenen ersten Vorbereitungen für den Wertungslauf zur Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft, dem KW Berg-Cup und weiteren Prädikaten wurden erst einmal auf Eis gelegt. „Bis zu einem gewissen Punkt können wir noch abwarten, wie sich die Lage entwickelt“, sagt Organisationsleiter Sascha Ressmann. „Da die Vorbereitungen neben der Planung auch den vertraglich gebundenen Einsatz finanzieller Mittel in nicht unerheblicher Höhe beinhalten und derzeit nicht abschätzbar ist, ob überhaupt die Durchführung der Veranstaltung möglich ist und damit notwendige Einnahmen zur Gegenfinanzierung erzielt werden können, gibt es einen Punkt, wo die Existenz des Rennens und auch des gesamten Vereins auf dem Spiel steht.“

Auch der erst im vergangenen Herbst an die Spitze gewählte 1. Vorsitzende Andreas Herl verfolgt die dynamische Entwicklung um Covid-19 mit Sorge. „Wir als verantwortungsbewusster Verein können es uns keinesfalls erlauben, unsere Fans sowie die Teilnehmer, die alljährlich aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland zu uns kommen, mit einem unkalkulierbaren Risiko einer Ansteckung mit dem Virus auszusetzen.“ Nicht zu vergessen seien in diesem Zusammenhang die rund 180 Helfer, die Funktionäre des Deutschen Motorsport-Bundes und auch die Bevölkerung der Kreisstadt Homburg und unsere Mitmenschen im Zielort Käshofen. Rennleiter Jürgen Guckert stellt sich die Frage, „ist es überhaupt möglich, in dieser wirtschaftlich bedrohlichen Zeit von Sponsoren und Werbepartnern die benötigten Zusagen zu erhalten?“.

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