Handball-Oberliga

SV 64 nimmt erfolgreich Revanche

Thomas Zellmer (links) verhalf dem SV 64 gegen Saulheim zum Sieg – und damit zum geglückten Jahresauftakt.FOTO: maw / Martin Wittenmeier

Zweibrücken . Der Handball-Oberligist hat einen 22:20-Sieg im ersten Heimspiel des Jahres gegen Saulheim gefeiert und damit Platz drei verteidigt.

Den Handballern des SV 64 Zweibrücken ist nicht nur ein guter Start ins Handballjahr 2019 geglückt, sondern auch die Revanche gegen die SG Saulheim. Nach der klaren Niederlage in Rheinhessen am zweiten Spieltag setzte sich die Mannschaft von Trainer Stefan Bullacher am Sonntagabend mit 22:20 (14:14) durch. In einer hart umkämpften, aber jederzeit fairen Partie, konnten sich die 64er einmal mehr auf ihre bärenstarke Abwehr verlassen. Im zweiten Abschnitt ließen die Jungs um Abwehrchef Benni Zellmer, der eine überragende Leistung bot, gerade mal sechs Saulheimer Tore zu. Im Angriff trafen Christopher Huber (6) und wiederum Benni Zellmer (4/1) am häufigsten.

Vor dem Anpfiff gab es im Lager der Löwen erst einmal eine schlechte Nachricht zu verdauen. Tim Schaller, der Denker und Lenker auf der Spielmacherposition, lag mit einem Magen-Darm-Infekt krank im Bett. Ein Einsatz des torgefährlichen Rückraumspielers war damit unmöglich. Seinen Part als Mittelmann übernahm Lukas Majbik und Tom Grieser gab nach zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback auf der Halblinksposition. In der mit fast 400 Zuschauern wieder vollen Ignaz-Roth-Halle entstand von Anfang an ein offener Schlagabtausch. Beide Teams hielten sich nicht mit langen Abtastphasen auf, sondern zeigten ihren Fans einen beherzten Auftritt mit viel Tempo und hoher Intensität. Dass den Akteuren dabei der ein oder andere Fehler zu viel unterlief, störte im Nachhinein nur die beiden Trainer Stefan Bullacher und Kai Christmann. Auf den Rängen herrschte über die komplette Spielzeit eine gute Stimmung. Während der ersten 30 Minuten wechselte die Führung ständig, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Die 64er hatten zwar mit 4:1 (6.) und 6:3 (9.) den besseren Start erwischt, aber die Gäste boten den Hausherren Paroli, holten den Rückstand auf und gingen nach 17 Minuten ihrerseits erstmalig in Führung (7:8). Eine Minute vor der Pause, lagen die Zweibrücker sogar mit zwei Toren in Rückstand (12:14). Doch die eingewechselten Thomas Zellmer und Christopher Huber schafften quasi mit dem Halbzeitpfiff den Ausgleich. Der Gästetrainer war bis zu diesem Zeitpunkt mit der Leistung seiner Mannschaft vollauf zufrieden: „Wir haben uns bis zur Halbzeit gut verkauft und hatten mit dem 14:14 ein Ergebnis nach Wunsch erspielt. In der Abwehr haben die Jungs viel Alarm gemacht, viel Kampf und Engagement reingelegt. Dass bei Zweibrücken der Mittelmann gefehlt hat, hat man in ihrer Spielanlage gemerkt. Das hat uns in die Karten gespielt“.

Im zweiten Durchgang läutete vor allem die Zweibrücker Defensive den Wendepunkt in diesem Kampfspiel zugunsten der Gastgeber ein. Von der 35. (15:16) bis zur 55. Spielminute (22:18), ließen die Löwen – angeführt vom überragenden Benni Zellmer auf der vorgezogenen Abwehrposition und gestützt auf eine nun starke Torwartleistung von Benni Berz und Julien Santarini – gegen die SG Saulheim gerade mal zwei Tore zu. Im Zweibrücker Angriff sorgte nun der sechsfache Torschütze Christopher Huber für die nötige Durchschlagskraft. Mit einem 7:2-Lauf bis fünf Minuten vor dem Ende war die Vorentscheidung in dieser Begegnung gefallen.

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