Handball-Oberliga

SV 64 legt starke Auswärtsserie hin

Tom Grieser steuerte vier Treffer zum Auswärtserfolg des SV 64 Zweibrücken in Dansenberg bei.FOTO: maw / Martin Wittenmeier

Dansenberg. Der Tabellenführer der Handball-Oberliga macht mit dem TuS Dansenberg kurzen Prozess und siegt auch im dritten Auswärtsspiel in Folge.

Was für ein Saisonauftakt für die Oberligahandballer des SV 64 Zweibrücken. Drei Mal traten sie bislang in der Fremde an – drei Mal mit Erfolg. Bei der Drittligareserve des TuS Dansenberg siegten die Schützlinge von Trainer Stefan Bullacher am Samstag souverän mit 36:19 (17:8). Den Grundstein zum Erfolg legten die 64er in der ersten Halbzeit durch eine herausragende Abwehrleistung.

Genau wie SV-Trainer Bullacher im Vorfeld der Partie angekündigt hatte, ließen seine Spieler am vergangenen Samstag nicht den Hauch des Verdachts aufkommen, dass sie den Gegner aus Dansenberg eventuell unterschätzen würden. Hoch konzentriert und fokussiert gingen die Saarpfälzer ins Spiel. Die Hausherren konnten ihren Gästen lediglich bis zum 2:2 (4.) Paroli bieten. Dann übernahm der Tabellenführer das Kommando. Schon 15 Minuten später war die Begegnung durch einen fulminanten 10:1-Lauf zum 12:3 bereits entschieden. Die Gastgeber fanden im Angriff kein Mittel gegen die bewegliche und variable 3:2:1-Deckung der Zweibrücker Löwen. Hinter der Abwehr hatte der bestens aufgelegte Torwart Marko Ivankovic ebenfalls einen Sahnetag erwischt. Mit einer Quote von 47 Prozent gehaltener Bälle ragte der Kroate aus einem starken Kollektiv heraus.

So konnte sich auch der bisherige Topscorer der Gastgeber Marco Holstein nicht entfalten und verbuchte nach 60 Minuten nur ein Tor auf seinem Konto. Der Einsatz der beiden Dansenberger Drittligaspieler Bastian Wilbrandt und Torhüter Henning Huber, die für die verletzten Stammkräfte Markus Seitz und Niklas Jung den TuS-Kader verstärkten, konnte das Blatt ebenfalls nicht zugunsten der Mannschaft aus Kaiserlautern wenden. Wilbrandt gelangen lediglich zwei Tore und Huber, der im Wechsel mit Simon Egelhof das Dansenberger Tor hütete, konnte nur einen Ball parieren. Zum erwarteten Duell mit seinem Bruder Christopher kam es allerdings nur sehr bedingt. Der Zweibrücker Rückraumspieler verletzte sich unter der Woche am Sprunggelenk. Zwar brannte der 20-jährige Student auf die Partie, aber nach einer zehnminütigen Einsatzzeit nahm ihn sein Coach als Vorsichtsmaßnahme wieder vom Feld. „Manchmal muss man die Jungs auch vor sich selbst schützen. Chris war top motiviert, aber auch noch deutlich gehandicapt. Er ist für uns enorm wichtig und das Spiel war eigentlich schon entschieden. Da wollte ich kein Risiko eingehen“, erklärte der A-Lizenzinhaber den Kurzeinsatz seines Rückraumshooters. Im Laufe der ersten 30 Minuten bekamen dann alle SV-Spieler ausreichend Gelegenheit, Praxis zu sammeln.

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