Handball-Oberliga

Frank behält in Schlusssekunden die Nerven

Hart erkämpfter Heimsieg: Zum Oberliga-Auftakt setzten sich die SV 64-Frauen, hier Laura Zägel (Mitte), gegen Kandel knapp durch.FOTO: Norbert Schwarz

Zweibrücken. Handball-Oberliga: Frauen des SV 64 Zweibrücken feiern im Krimi gegen den TSV Kandel einen knappen 28:27-Auftaktsieg.

In einem Handballkrimi zum Saisonauftakt hatten die Frauen des Sv 64 Zweibrücken das bessere Ende für sich. Im Heimspiel gegen den ehemaligen Drittligisten TSV Kandel setzten sich die Spielerinnen von Trainer Rüdiger Lydorf mit 28:27 hauchdünn durch und feierten damit einen guten Einstand in die Oberligarunde. Beste Torschützin bei den 64ern war Annalena Frank mit zehn Treffern, davon vier Siebenmeter.

In einer Partie mit vielen Höhen, aber auch Tiefen, fanden die Löwinnen gut rein. Lediglich das Tempospiel der Gäste aus Kandel machten den Gastgeberinnen zu schaffen. So verliefen die ersten Minuten ausgeglichen. Erst nach einer Auszeit (11.) von Gästetrainer Eyub Erden konnten sich die Zweibrücker Handballerinnen trotz zeitweiliger Unterzahl von 7:7 (12.) auf 11:7 (15.) absetzen. Als Janine Baus den Treffer zum 13:8 (19.) markierte, schienen sich die Mädels aus der Rosenstadt auf der Siegerstraße zu befinden. Im Anschluss bot sich sogar in eigener Überzahl die Chance, den Vorsprung noch weiter auszubauen. Die blieb allerdings ungenutzt. Kandels Trainer zog die Reißleine und beantragte bereits in den ersten 30 Minuten seine zweite Auszeit. Fortan ließ er SV-Spielmacherin Lucie Krein durch eine enge Manndeckung bewachen. Diese Maßnahme zeigte Wirkung. Zudem verletzte sich Lara Schlicker bei einem Zweikampf und erlitt eine blutende Platzwunde am Ohr. Für die Linkshänderin war damit das Spiel beendet. Kandel nutzte die Unsicherheit der Zweibrückerinnen konsequent aus und kämpfte sich zurück. Die 64er verloren völlig den Faden und durch einen 6:1-Lauf der Südpfälzerinnen war die Partie binnen weniger Minuten wieder vollkommen offen. So gingen es mit einem 14:14 in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel lieferten sich die Mannschaften weiter ein Duell auf Augenhöhe. Erst in der 42. Minute konnten sich die SV-Spielerinnen durch einen verwandelten Siebenmeter von Levke Worm zum 20:17 noch einmal auf drei Tore absetzen. Doch wieder schafften es die Gäste den Rückstand aufzuholen, trafen in Überzahl fünf Minuten vor Abpfiff zum 26:26-Ausgleich. In der nervenaufreibenden Schlussphase übernahm Mannschaftskapitän Levke Worm die Verantwortung am Siebenmeterpunkt und erzielte in der 59. Minute die 27:26 Führung. Doch wie es an diesem Abend eigentlich kommen musste, glich Kathrin Pfirmann erneuten aus.

top