Kolumne

Ein Warnschuss zur rechten Zeit?

Mirko Reuther FOTO: SZ / Lorenz, Robby

Ohne Schiedsrichter geht es im Fußball nicht. Das klingt zunächst, als hätte ein spröder Funktionär auf der Suche nach salbungsvollen Worten für den nächsten Verbandstag ganz tief in die Grabbelkiste der Glückskeksweisheiten gegriffen.

Aber: Was sich abgedroschen anhört, ist dennoch wahr. Denn wenn sich keine Unparteiischen mehr finden, die als Gegenleistung für einen warmen Händedruck freie Zeit und Nerven opfern, gucken Fans, Fußballer und Vereine ganz schnell in die Röhre.

Dass wegen Schirimangel bereits kurz nach dem Saisonauftakt mehrere C-Klasse-Partien im Kreis Pirmasens/Zweibrücken abgesagt werden mussten, sollte ein deutlicher Warnschuss gewesen sein. Doch ob ihn auch jeder gehört hat?

Nun sind die Gründe für fehlenden Schiri-Nachwuchs vielfältig. Und nicht für jedes Problem gibt es das passende Patentrezept. Freizeitverhalten hat sich geändert. Dass Jugendliche, die unter der Woche erst abends von der Schule nach Hause kommen, sich Schöneres vorstellen können, als sonntags mit der Pfeife über die Sportplätze zu tingeln – dagegen wird man schwer etwas unternehmen können.

top