DM-Traum für TVR-Prellballer geplatzt

Absage reißt Loch in Vereinskasse

Der Prellball-Abteilungsleiter und Trainer des TVR, Manfred Hettrich, sowie der Kapitän des Herrenteams, Maic Volnhals, haben Verständnis für die DM-Absage. FOTO: maw / Martin Wittenmeier

Rieschweiler. Der DM-Traum der Aktiven-Prellballer des TV Rieschweiler ist aufgrund der Corona-Pandemie geplatzt. Der Nachwuchs hofft noch.

Manfred Hettrich ist momentan nicht zu beneiden. Der Abteilungsleiter der Rieschweiler Prellballer kämpft an gleich zwei Fronten mit den Auswirkungen des Corona-Virus. Während die Deutschen Meisterschaften der Aktiven am 28. und 29. März vom Deutschen Turnerbund (DTB) inzwischen abgesagt wurden, steht eine offizielle Entscheidung bei der Jugend-DM (18./19. April) noch aus. Und das stellt den TV Rieschweiler vor arge Probleme – organisatorisch und finanziell.

Noch vor wenigen Tagen herrschte beim TVR große Vorfreude. Nachdem sich Mitte Februar sowohl die Herren und Damen für die „Deutschen“ Ende März in Meinerzhagen qualifiziert hatten, schafften die Schülerinnen (11 bis 14 Jahre) des TV Rieschweiler bei den süddeutschen Prellball-Jugendmeisterschaften in Freiburg das gleiche Kunststück. Eigentlich hätten Anfang März sieben Mannschaften um den Titel spielen sollen. Mit dem SV Diepoldshofen, dem SV Weiler und dem TV Scheffau verzichteten aber drei Teams auf ihre Teilnahme – eine Vorsichtsmaßnahme wegen des sich immer weiter ausbreitenden Corona-Virus. Das TVR-Quartett mit Anna und Eva Dürr, Marlene Rees und Sophia Tatács nutzte die Chance und wurde überraschend Dritter in seiner Altersklasse (wir berichteten).

Mittlerweile ist die Freude über das „historische Triple“ des TV Rieschweiler verflogen. Stattdessen hat Hettrich alle Hände voll damit zu tun, nicht den Überblick zu verlieren. Denn am 12. März hat der Deutsche Turnerbund, zu dem auch die Prellballer gehören, alle nationalen Wettkampfveranstaltungen bis einschließlich 5. April abgesagt. Darunter fällt auch die Aktiven-DM, die eigentlich am 28. und 29. März in Meinerzhagen (Nordrhein-Westfalen) ausgespielt werden sollte. „Irgendwie herrscht momentan eine bisschen Leere. Gerade unsere Mädels, die sich zum ersten Mal qualifiziert haben, sind ziemlich geknickt. Wer weiß, ob so eine Chance noch mal kommt“, erzählt Hettrich, der aber vollstes Verständnis für die Entscheidung des Verbandes hat. „In einer solchen Lage sieht man, wie unwichtig der Sport eigentlich ist. Da sind wir in der Vergangenheit schon ein bisschen verwöhnt worden.“

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