Schirimangel

Der Ton auf den Sportplätzen wird rauer

Kein leichter Job: Die Zahl der Schiedsrichter im Kreis Pirmasens/Zweibrücken ist seit Jahren rückläufig. Zuletzt mussten Spiele abgesagt werden. FOTO: dpa / Arne Dedert

Pirmasens/Zweibrücken. In den Fußball-C-Klassen sind am vorletzten Spieltag Partien wegen Schirimangel abgesagt worden. Einer der Gründe ist das Verhalten gegenüber den Unparteiischen.

In den Fußball-C-Klassen mussten am vorletzten Wochenende die Gastgeber selbst den Schiedsrichter stellen. 50 von insgesamt 83 Unparteiischen aus dem Fußballkreis Pirmasens/Zweibrücken hatten sich aus privaten Gründen abgemeldet. In der C-Klasse West musste die Partie zwischen dem TuS Wattweiler und dem SV Battweiler II sowie das Spiel zwischen dem FC Höheischweiler und dem TuS Rimschweiler entfallen, weil die Vereine auch keinen geeigneten Referee zur Spielleitung in den eigenen Reihen fanden.

Ganz unverhofft kommt der Schirimangel nicht. Edgar Wallitt, der Vorsitzende des Fußballkreises Pirmasens/Zweibrücken und Schiedsrichterobmann Ralf Vollmar warnten die Vereine in den letzten Jahren regelmäßig und eindringlich in den Rundenbesprechungen, dass es zu Engpässen bei den Schiedsrichtern kommen wird, da deren Zahl seit Jahren zurück geht.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: „Das ist nicht immer ein schöner Job und es ist nicht jedermanns Sache, was von einigen Zuschauern auf das Spielfeld gebrüllt wird“, erklärt Vollmar. Außerdem habe sich das Freizeitverhalten geändert und die alten Haudegen werden immer weniger. Parallel dazu rücken nicht genug junge Schiedsrichter nach. „Wir bemühen uns um Nachwuchs, mal klappt es besser, mal weniger gut“, erklärt Vollmar. Seine eindringlichen Appelle an die Vereine, Schiedsrichter zu melden und am besten ehemalige Fußballer ausbilden zu lassen, blieben in den letzten Jahren ungehört.

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