Große Ehre für die VT Zweibrücken

Anerkennung für viele helfende Hände

Die Vorsitzende der VT Zweibrücken, Gisela Alt, VTZ-Übungsleiterin und Medizinerin Steffi Urbschat, Winfried Schüller von der Deutschen Krebshilfe und Christopher Böttner vom Deutschen Olympischen Sportbund (v.l.) bei der Übergabe des Gutscheins über 2500 Euro an die VTZ. FOTO: Mirko Reuther

Zweibrücken . Beim Vereinswettbewerb „Bewegung gegen Krebs“ hat die VT Zweibrücken 90 Mitbewerber hinter sich gelassen. Dafür wurde der Verein gestern im Herzogsaal ausgezeichnet. Mit warmen Worten – und 2500 Euro.

„Die Diagnose Krebs stellt das Leben der Betroffenen innerhalb von Sekunden auf den Kopf. Es gibt tausend Fragen, tausend Ängste – aber auch Hoffnung und helfende Hände“, sagte Zweibrückens Bürgermeister Christian Gauf gestern im Herzogsaal. Diese helfenden Hände im Kampf gegen den Krebs – die findet man zuhauf bei der Vereinigten Turnerschaft (VT) Zweibrücken. Und genau dafür wurde der Verein gestern Vormittag in Anwesenheit von Oberbürgermeister Marold Wosnitza und Walter Benz, Vizepräsident des Sportbundes Rheinland-Pfalz, ausgezeichnet. Beim Vereinswettbewerb „Bewegung gegen Krebs“ der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Sporthochschule Köln und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gewann die VTZ für ihren Aktionstag für Menschen mit Krebs im vergangenen Jahr den zweiten Platz. Neben warmen Worten von Christopher Böttner vom DOSB und Winfried Schüller von der Deutschen Krebshilfe, die zur Auszeichnung nach Zweibrücken gekommen waren, gab es für den Verein auch einen Gutschein über 2500 Euro für die Anschaffung neuer Sportgeräte. „Und wenn der Gutschein aufgebraucht ist“, bewerbt ihr euch einfach wieder. Ihr habt ja jetzt schon die meisten Preise gewonnen, die wir vergeben“, meinte Böttner mit einem Augenzwinkern. Die VTZ hatte bereits im letzten Jahr für ihr gesellschaftliches Engagement unter anderem den „Stern des Sports“ in Bronze erhalten, der ebenfalls vom DOSB vergeben wird.

Dass Böttner und Schüller „unsere Arbeit so schätzen, dass sie nach Zweibrücken gekommen sind, um uns persönlich zu gratulieren, hat uns beeindruckt“, sagte Gisela Alt, die Vorsitzende der VTZ, die den prämierten Aktionstag mit vielen ehrenamtlichen Helfern des Vereins geplant und organisiert hatte. „Mark Twain hat einmal gesagt – Mit Kummer kann man allein fertig werden, aber um sich aus vollem Herzen freuen zu können, muss man die Freude teilen. Ihre Anwesenheit zeigt, dass Sie Freude über die Anerkennung unserer Arbeit mit uns teilen“, sagte Alt zu den rund 70 Anwesenden im Herzogsaal.

Dass die Arbeit der VTZ auf Anerkennung stößt, daran ließ auch Winfried Schüller keinen Zweifel. „Wir wissen ehrlich zu schätzen, was Sie hier tun. Danke für Ihre großartige Leistung“, sagte der Vertreter der Krebshilfe. Denn Sport und Bewegung seien im Hinblick auf die Krankheit ungemein wichtige Faktoren. „Im Bereich der Primärprävention hilft Sport, das Krebsrisiko zu senken. Bewegung hilft aber nicht nur die Krankheit zu verhindern – sondern auch sie zu bekämpfen. Und auch im Rahmen der Nachsorge ist Sport wichtig“, zählte Schüller auf. Er ergänzte, dass die Krebshilfe auf „Multiplikatoren“ wie die VTZ angewiesen sei: „Den Vereinen kommt eine besondere Rolle zu. Sie sprechen die Menschen vor Ort an. Sie informieren, sie motivieren, sie bieten entsprechendes Training an.“ Auch Gauf lobte: „Durch den Aktionstag Sport für krebskranke Menschen hat der Verein eine breite Masse erreicht und für dieses wichtige Thema sensibilisiert“.

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