Hochsprung-Profi

„Wurm im Kopf“ endlich raus: Przybylko befreit zur WM

Fährt selbstbewusst zur WM nach Doha: Hochspringer Mateusz Przybylko. Foto: Jens Büttner FOTO: Jens Büttner

Berlin. Motorrad-Freak Mateusz Przybylko gibt am liebsten Gas - und wie auf seiner schnittigen 200-PS-Maschine will er nun auch seinen Job als Hochsprung-Profi wieder machen.

„Den Kopf frei haben, an nichts denken, Spaß haben, alles einfach genießen. Das ist genau das Gefühl, das ich beim Motorrad fahren habe“, sagte der Europameister nach seinem Sieg beim Berliner ISTAF.

2,30 Meter - die Einstellung seiner Saisonbestleistung vor gut 40.000 Zuschauern im Olympiastadion, wo er vor einem Jahr EM-Gold erkämpfte, war wohl der Schlusspunkt einer Geschichte, die für den 27-Jährigen auch böse hätten enden können. „Da war so ein Wurm im Kopf. Ich hatte über Monate Probleme, überhaupt die 2,20 zu springen, erzählt Przybylko, der bei Hans-Jörg Thomaskamp in Leverkusen trainiert. „Ich war kurz davor, die Saison abzubrechen.“

Doch „Matze“, wie ihn Freunde und Sportkollegen rufen, hat die Kurve gekriegt. Knapp vier Wochen vor der Leichtathletik-WM in Katars Hauptstadt Doha ist „der Knoten geplatzt. Es hat geklappt. Da bin ich heilfroh“, sagte Przybylko. „Wenn ich wieder nur eine 2,20 gesprungen hätte, dann wäre ich mit einem schlechten Gefühl nach Doha gefahren.“

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