Weltverband berät

Gnade für Russland vor Leichtathletik-WM in Sicht

Die IAAF um Präsident Sebastian Coe könnte den Weg für eine Aufhebung der Russland-Sperre frei machen. Foto: Lauren Hurley/PA Wire FOTO: Lauren Hurley

Frankfurt/Main. Russlands Leichtathleten hoffen bei der anstehenden WM in Doha auf einen Start unter eigener Fahne - doch der eigene Anti-Doping-Chef sät Zweifel.

„Ich habe Informationen, die ich nicht offenlegen kann. Sie zeigen, dass der russische Leichtathletik-Verband nicht wieder zugelassen wird“, sagte RUSADA-Chef Juri Ganus der Agentur Tass. Am Montag berät der Weltverband IAAF über die mögliche Aufhebung der Sperre Russlands nach dem Dopingskandal.

IAAF-Präsident Sebastian Coe betonte vor der Council-Sitzung im Interview des britischen Senders BBC: „Wir machen keine Deals in unserem Sport. Wir haben Kriterien. Für mich war diese Philosophie einfach und wichtig.“ Die IAAF müsse wissen, dass der russische Verband „fit und in Form ist, um wieder eigene Verantwortung übernehmen zu können“.

Für die WM vom 27. September bis zum 6. Oktober in Katar hat der russische Verband RUSAF nur 29 Sportler nominiert, obwohl die IAAF rund 130 Athleten die Genehmigung für internationale Starts in diesem Jahr erteilte. Bei der WM 2017 holte Russland sechs Medaillen. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio sowie den danach folgenden Welt- und Europameisterschaften durfte das Land nur unter neutraler Flagge und mit von der IAAF geprüften einzelnen Athleten antreten.

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