71 Athleten nominiert

DLV nimmt Diskus-Olympiasieger Harting doch zur WM mit

Diskuswerfer Christoph Harting wurde vom DLV für die WM nominiert. Foto: Jens Büttner FOTO: Jens Büttner

Darmstadt. Trotz seines umstrittenen Verhaltens ist Diskus-Olympiasieger Christoph Harting für die WM vom 27. September bis 6. Oktober in Doha/Katar nominiert worden.

Wie der Deutsche Leichtathletik-Verband bekanntgab, gehört der 29-jährige Berliner zu den 71 Startern bei der Wüsten-WM. Der DLV hatte bereits Anfang August ein Teilaufgebot von 46 Athleten für das WM-Aufgebot ausgewählt, bei dem Harting nicht berücksichtig wurde.

Harting war trotz Normerfüllung außen vor gelassen worden, weil er sich Anfang August despektierlich über den DLV und Konkurrenten äußerte. So hatte er die deutschen Meisterschaften als „letzten Erpressungsversuch der deutschen Leichtathletik“ bezeichnet, es gebe „wenig Unbedeutenderes“ als den Meistertitel. Zudem signalisierte Harting, einen WM-Start („Einen Tag vorher anreisen, zwei Tage Wettkampf und am nächsten Tag auf Wiedersehen“) nicht besonders zu schätzen. In einem Gespräch mit DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska soll er sich jedoch einsichtig gezeigt haben.

„Wir werden in Doha ein gut vorbereitetes deutsches Team sehen“, sagte DLV-Cheftrainer Alexander Stolpe. Große Hoffnungen setzt der Verband vor allem auf Weitsprung-Europameisterin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz), die mit einer Serie von Sieben-Meter-Sprüngen als Nummer eins der Weltrangliste eine Goldmedaillenanwärterin bei der WM ist.

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