Tennis

Andy Murrays langer Weg zurück

Kämpfernatur: Der Schotte Andy Murray hat sein erstes Einzel nach sieben Monaten gegen Richard Gasquet verloren. Der frühere Weltranglistenerste arbeitet trotzdem verbissen daran, zu alter Stärke zurückzufinden. FOTO: dpa / Gary Landers

Cincinnati. Er ist wieder da! Kurz vor den US Open gibt der ehemalige Weltranglistenerste Andy Murray aus Schottland sein Comeback im Einzel. Für einen Start in New York reicht es dennoch nicht. Was nicht nur an seiner zwei Mal operierten Hüfte liegt.

Andy Murray war enttäuscht. Die Tatsache, dass er nach sieben Monaten endlich wieder ein Tennis-Einzel bestritten hatte, reichte dem Schotten nicht. Das 4:6, 4:6 gegen den Franzosen Richard Gasquet beim ATP-Turnier in Cincinnati ärgerte Murray genauso wie jede andere Niederlage in seiner Karriere zuvor. „Ich denke, das ist ein gutes Zeichen“, sagte Murray am Montag (Ortszeit) nach seinem mit Spannung erwarteten Comeback nach einer zweiten Hüftoperation zu Beginn des Jahres. „Es zeigt, dass ich nicht einfach nur wieder auf dem Platz stehen, sondern auch ein gutes Niveau erreichen will.“

Gegen Gasquet war der dreimalige Grand-Slam-Turnier-Sieger davon noch weit entfernt, weshalb er unmittelbar nach der Niederlage auch seinen Verzicht auf einen Einzel-Start bei den US Open bekanntgab. „Es waren einige gute Dinge dabei, aber auch noch sehr, sehr viele, an denen ich arbeiten muss“, sagte Murray, der beim am 26. August beginnenden letzten Grand-Slam-Turnier der Saison daher nur im Doppel und Mixed dabei sein wird.

Dass Murray aber überhaupt wieder Tennis spielt, ist sein vielleicht größter Erfolg in seiner an Triumphen reichen Karriere. Noch im Januar hatte er bei den Australien Open unter Tränen verkündet, seine Partie der ersten Runde gegen den Spanier Roberto Bautista Agut sei mit sehr großer Wahrscheinlichkeit sein letzter Auftritt. Zu stark und vor allem konstant waren die Schmerzen an der Hüfte, an der er sich bereits Anfang 2018 hatte operieren lassen.

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