Handball-Klassiker

THW Kiel will im 101. Nordderby erneute Pleite verhindern

Domagoj Duvnjak hat seinen Vertrag beim THW Kiel bis 2022 verlängert. Foto: Frank Molter FOTO: Frank Molter

Kiel. Schon in der Startphase der neuen Saison jagen sich die Top-Spiele in der Handball-Bundesliga. Nachdem Rekordmeister THW Kiel am Samstag bei Angstgegner SC Magdeburg (31:32) verloren hat, kommt nun Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt in die Kieler Sparkassen-Arena.

Vor dem 101. Schleswig-Holstein-Derby am Donnerstag (19.00 Uhr/Sky) blicken die Club-Verantwortlichen aber eher auf das Tagesgeschäft und weniger auf das Titelrennen. „Die Meisterschaft wird erst am Ende der Saison entschieden“, sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke gelassen.

Unbestritten ist aber auf beiden Seiten die Wichtigkeit dieses Duells zwischen dem Meister der beiden vergangenen Spielzeiten und dem aktuellen Pokalsieger: „Ein Derby ist immer etwas Besonderes“, sagte Kiels Sportgeschäftsführer Viktor Szilagyi: „Das ist ein Spiel, für das man tagtäglich arbeitet.“ Der Österreicher weiß, wovon er spricht. Als Aktiver trug er sowohl das Trikot des THW als auch jenes der SG. Mit Kiel feierte er bei drei Niederlagen fünf Siege, mit Flensburg kassierte er in fünf Spielen fünf Pleiten.

In der Liga haben beide Nordclubs bereits Punkte verloren. Die SG erreichte bei der HSG Wetzlar nur ein 27:27, den THW traf es mit der Niederlage beim ungeschlagenen Tabellenführer Magdeburg härter. In der Tabelle rangiert die SG auf Platz drei, die „Zebras“ sind mit einem Spiel Rückstand Siebter. Im Falle einer weiteren Niederlage hätte der Titelfavorit schon vier Zähler Rückstand auf die Spitze. Aber für Szilagyi steht fest: „Egal wie das Spiel am Donnerstag ausgeht: Es wird keine Entscheidung in der Meisterschaft gefallen sein.“

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