Handball-Bundesliga

Rätsel nach dem Krimi: Löwen froh, THW hat „keine Ahnung“

Rhein-Neckars Patrick Groetzki (l-r), Torwart Mikael Appelgren, Ilija Abutovic und Gedeon Guardiola Villaplana jubeln über den Sieg. Foto: Uwe Anspach/dpa FOTO: Uwe Anspach

Mannheim. Das packende Handball-Spektakel zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem THW Kiel hinterlässt bei beiden Clubs Fragezeichen. Mit dem knappen Sieg melden sich die Löwen im Meisterschaftsrennen zurück. Der THW will die Partie am liebsten schnell vergessen.

Wie konnte das passieren? Für den THW Kiel blieb es ein Rätsel. Keiner der Verantwortlichen des Handball-Rekordmeisters wusste die 25:26-Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen so wirklich zu erklären, Kapitän Domagoj Duvnjak hatte „keine Ahnung“.

Was sich in den 60 Minuten dieses hochspannenden Bundesliga-Topspiels zuvor abgespielt hatte, blieb auch für die siegreichen Löwen im Anschluss ein nur schwer zu begreifendes Ereignis. Er habe sich gefühlt, „als hätten wir die Meisterschaft gewonnen“, sagte Rückraumstratege Andy Schmid. „Während des Spiels habe ich gedacht, das ist das beste Handballspiel aller Zeiten.“

Zumindest was die Dramatik anging, hätte die Partie nicht viel mehr bieten können. Nach 20 Minuten schien eigentlich schon alles gelaufen. 13:6 hatte der THW vorne gelegen, alles lief auf den siebten Bundesliga-Erfolg in Serie hinaus. Die Löwen dagegen waren auf dem besten Weg, sich früh in der Saison endgültig aus dem Meisterschaftsrennen zu verabschieden: Sie offenbarten vor allem in der Defensive Schwächen, die eher an einen Abstiegskandidaten als an einen Titelaspiranten erinnerten. Doch dann kam die Wende. Oder wie Schmid es sagte: „Wir haben gekämpft gegen das Absaufen.“ Eine Parade des überragenden Keepers Mikael Appelgren sicherte am Ende den Sieg.

top