EM 2020

Prokop sucht geeignetes Personal für Medaillen-Coup

Christian Prokop traut den deutschen Handballern bei der EM viel zu. Foto: Axel Heimken FOTO: Axel Heimken

Schalksmühle. 111 Tage vor dem EM-Auftakt bastelt Christian Prokop schon fleißig an seinem Personalpuzzle - und träumt vom ersten Medaillen-Coup mit der DHB-Auswahl in seiner Amtszeit als Handball-Bundestrainer.

„Wir wollen am liebsten so schnell wie möglich einen Titel gewinnen. Wir sind in der Lage, Gold zu holen. Wir sind in der Lage, Silber oder Bronze abzuräumen. Dafür muss jedoch vieles passen“, sagte Prokop bei einer Talkrunde in Schalksmühle.

Erwarten könne man solch einen Erfolg jedoch nicht - weshalb der 40-Jährige fast im gleichen Atemzug vor Euphorie warnt. „Überzogene Forderungen zu stellen, ist einfach nicht realistisch, denn da stehen Top-Nationen wie Dänemark, Frankreich oder Norwegen im Weg“, betonte Prokop mit Blick auf die Endrunde vom 9. bis 26. Januar kommenden Jahres in Norwegen, Österreich und Schweden.

Dort will der WM-Vierte, der in der Vorrunde auf Titelverteidiger Spanien, die Niederlande und Lettland trifft, nach dem starken Auftritt bei der Heim-WM qualitativ den nächsten Schritt machen. Dafür sucht Prokop in den kommenden Wochen und Monaten das geeignete Personal. „Es gibt das Korsett der wichtigsten Spieler, das bei der WM zu sehen war“, betonte der 40-Jährige, „aber auch einen gesunden Konkurrenzkampf.“ Wie auf der Königsposition im linken Rückraum und der Spielmacherposition Rückraum Mitte, wo kein Spieler gesetzt sei. „Da sind konstante Leistungen in der Bundesliga ein wichtiges Kriterium“, stellte Prokop klar.

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