Nach neunmonatiger Pause

Hoffnungen ruhen auf Rückkehrer Strobel - Reicht es zur EM?

Steht vor seinem Comeback: Handball-Nationalspieler Martin Strobel. Foto: Tom Weller/dpa FOTO: Tom Weller

Balingen. Auf den ersten Blick sieht es nach dem perfekten Zeitpunkt aus. Neun Monate nach seiner schweren Knieverletzung bei der Heim-WM steht Nationalspieler Martin Strobel vor seinem Comeback in der Handball-Bundesliga.

Am Sonntag (16.00 Uhr/Sky) bei GWD Minden soll der Rückraumstratege von Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten erstmals wieder spielen. 67 Tage danach startet die deutsche Nationalmannschaft in die Europameisterschaft. Reicht doch locker, um wieder komplett fit zu werden - oder?

„Die Zeitspanne bis zur EM ist in meinen Augen sehr kurz, auch wenn es für manche noch sehr lang ist“, findet Strobel. Am 21. Januar hatte der 33-Jährige sich beim Hauptrunden-Spiel gegen Kroatien einen Kreuz- und Innenbandriss im linken Knie zugezogen. Die 19 250 Zuschauer in der Kölner Arena waren für einen kurzen Moment ungewöhnlich leise, als Strobel mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden lag.

Monatelang arbeitete der Routinier an seinem Comeback. Er schuftete im Kraftraum, traf sich mit Ärzten und nahm sich die Zeit, die er brauchte. Nun soll Strobel genauso behutsam wieder an den Spielbetrieb herangeführt werden. Es stellt sich nur die Frage, ob ihm so viel Zeit tatsächlich noch bleibt.

top